2024 Zimbabwe Volunteering
Volunteering in Zimbabwe
Imire Rhino & Wildlife Conservation
2 Wochen Februar 2024
28.01.2024 bis 13.02.2024
Es ist die Liebe zu Tieren, die uns immer mal wieder antreibt bei Hilfsprojekten als Freiwillige zu arbeiten.
Diesmal entschieden wir uns ein, für uns neues, Wildtierreservat zu besuchen. So ging es nach Zimbabwe auf das generationsübergreifende familienbetriebene 10.000 Hektar großes Reservat Imire, das sich hauptsächlich auf den Schutz und die Zucht der vom Aussterben bedrohten Spitzmaul- und Breitmaulnashörnern und Elefanten spezialisiert hat.
Alle Tiere werden durch das riesige Reservat und die APU, der Antiwilderei Einheit, sehr gut geschützt.
Sie leben sozusagen fast frei und wild in ihrer natürlichen Umgebung.
Imire unterstützt auch als Arbeitgeber viele Gemeindemitglieder der Wedza Gemeinschaft und somit ist auf dem Gelände eine Grund- und Sekundarschule und viel Wohnraum für die Angestellten und Familien. Imire unterstützt und finanziert Bildungs-, medizinische oder Lebenshaltungsmöglichkeiten und ist ein aktiver Teilnehmer an Basisentwicklungsprojekten.
Außerdem wird Getreide und Tabak angebaut und es gibt auch eine sehr schöne Lodge.
Wir werden immer wieder gefragt, warum man freiwillig ins Ausland geht und dort arbeitet und dafür auch noch bezahlen muß.
Durch die verschiedenen Freiwilligenprojekte, an denen wir teilgenommen haben, wurde uns immer gut vor Augen geführt, wieviel Armut es in Afrika gibt und die Tierwelt schwer leidet. Es sind immense Kosten, die täglich für den Erhalt der Tiere und auch für die Communities ausgeben werden müssen. Nur durch Spenden und uns Volontäre können überhaupt solche tollen Naturschutzgebiete aufrecht erhalten bleiben. Wir bringen durch unsere Reise nicht nur unsere Arbeitskraft ein, sondern auch finanzielle Hilfe und meist helfen auch Spenden von aussortierten Dingen. Gegeben wird einen aber soviel und wir können es einfach nur empfehlen. Ob es die Freude in den Augen einer Hausangestellten über einen mitgebrachten Ball ist oder die strahlenden Kinderaugen, die einen ansehen, wenn sie sich über ihre einzigen Schuhe freuen. Der Horizont wird erweitert und es ist ein tolles Gefühl, wenn man, wenn auch nur ein klein wenig, dazu beitragen kann, daß vielleicht doch das ein oder andere Tier nicht, oder vielleicht nicht so schnell, aussterben wird. Mal abgesehen davon, wo kommt man sonst so nah und oft an wilde Tiere heran?
Es gibt sehr viele Projekte auf der ganzen Welt, wo man verschiedene tolle Erfahrungen sammeln kann. Aber Obacht, es gibt auch schwarze Schafe. Besonders im südlichen Afrika wird unter falschen Vorgaben, das canned hunting unterstützt. Das ist die Jagd auf in Gefangenschaft groß gezogene Tiere, meist Löwen. Den Volontären wird erzählt, daß die Löwenbabies auf tragischer Weise ihre Mutter verloren haben und sie von Hand aufgezogen werden müssen. In Wirklichkeit wurde meist die Mutter erschossen, die Babies werden an Menschen gewöhnt und wenn sie dann groß sind, werden sie in einem kleinen Areal freigelassen, wo sie an den teuer zahlenden Trophäenjägern zum Erschießen sozusagen direkt vor die Flinte gesetzt werden. Es gibt eine schwarze Liste, siehe unter „Links“.
Aber meist gibt es superschöne und vernünftige Projekt. Wir wünschen Euch allen jedenfalls ganz viel Spaß mit tollen Erfahrungen, wenn Ihr Euch auch für ein Volontär-Projekt entscheiden solltet.
Vielen Dank fürs Lesen! Bei Fragen gern kommentieren.
Links:
Imire:
https://www.instagram.com/imire.zimbabwe?igsh=ZTMxdG5kaW96b2Fp
https://www.instagram.com/reilly.travers?igsh=YWd4ZTRtdHpudjhp
Schwarze Liste für Volunteering:
ZUSAMMENFASSUNG
Tiere:
Hauptsächlich geht es um die Zucht und Schutz der Nashörner. Zum einfacher schreiben nenne ich jetzt immer den englischen Begriff. Spitzmaulnashörner sind die Black Rhinos, die Breitmaulnashörner sind die White Rhinos.
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| Black Rhino (Spitzmaul) |
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| White Rhino (Breitmaul) |
Auf Imire leben zur Zeit beide Sorten. Wir lernten viel über die Arten indem wir sie durch Telemetrie und Spurenlesen zusammen mit bewaffneten Rangern suchten, sie beobachten, uns alles erzählen ließen wie sie leben, heißen, Nahrung aufnehmen und ihre Geschichte erfuhren.
Außerdem bekommen sie täglich Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pellets, die wir an sie verfüttern durften. Das ist ein wahnsinnig tolles einmaliges Erlebnis.
Sie leben wild auf dem riesigen Reservat. Da sie aber meist auf Imire geboren wurden und neugierig sind, hat es nach einiger Zeit durch lustige Rufaktionen der Ranger immer geklappt, daß sie zu einem Bereich kamen, wo wir die Black Rhinos geschützt füttern konnten. Ohne diesen kleinen Schutzwall zwischen uns, wäre es nicht möglich, diesen tollen Tieren so nah zu kommen. Denn auch wenn sie Menschen gewöhnt sind, werden sie nicht zahm und würden direkt angreifen. Das kann man sich zwar kaum vorstellen, denn sie sind zu niedlich, wenn sie quietschend einem das geöffnete Maul hinhalten um die Pellets zu bekommen. Wir konnten direkt mit unserer Hand das Futter in ihr Maul legen und sie dann auch streicheln. Der große Papa Gomo ließ sich sogar massieren und setzte sich dann genüsslich auf seine Hinterbeine. Unglaublich toll alles.
Besonders schön war es auch die beiden jüngeren Rhinos zu beobachten. Sie sind meist etwas ängstlicher, aber kommen auch neugierig mal näher und führen auch mal eine kleine hyperaktive Show vor, rennen im Kreis und kämpfen auch immer mal mit den Warzenschweinen, die genauso groß sind.
Die White Rhinos sind noch etwas gefährlicher und die wurden nur von den Rangern gefüttert in dem sie die Pellets in ihre Nähe auf den Boden warfen. Aber auch sie konnten wir sehr nah vom Auto aus ansehen und bestaunen.
Dann gibt es auf Imire drei ganz wundervolle Elefanten: Makavhuzi, genannt Mak, Mandebvu und Nzou.
Alle Elefanten wurden verwaist von Imire aufgenommen und somit wurde ihr Leben gerettet.
Nzou ist der älteste Elefant und lebt, witzigerweise, lieber mit einer Büffelherde zusammen.
Mak und Mandebvu sind ein wundervolles Pärchen. Während die Elefantendame Mandebvu nicht ganz so zahm ist und auch gern mal aus dem Nichts einfach einen mit dem Rüssel umhaut, ist Mak einfach unglaublich lieb und einzigartig. Ich glaube es gibt keinen Menschen, der ihn kennenlernt und sich nicht gleich in diesen Gentle Giant verliebt. Mit seiner Schulterhöhe von Dreieinhalb Metern und seinen riesigen Stoßzähnen sieht er unglaublich beeindruckend aus. Wenn dieser Riese gemächlich auf einen zukommt, bleibt einem fast der Atem stehen. Wir konnten ihn immer wieder mit den Pellets füttern. Entweder hielt er einem den Rüssel hin und wir legten die Pellets hinein oder auf Kommando der Elefantenranger hob er seinen Rüssel, öffnete das riesige Maul und wir warfen die Pellets hinein, wie einen Basketball in den Korb. Was ein Erlebnis.
Wir lernten durch die tollen Ranger sehr viel über sie und hörten uns wahnsinnig tolle, traurige und interessante Geschichten über sie an.
Da auch sie so gut wie möglich in freier Natur leben sollen und immer wieder unterschiedlich stimuliert werden müssen, da sie so intelligent und sensibel sind, können sie den ganzen Tag in riesigen Arealen spazieren gehen. Sie verstehen die Ranger ob es in Englisch oder in Shona ist. Sie können einige Tricks. Das gehört unter anderem zum Training um ihren Geist und Körper beschäftigt zu halten. Verschiedene Herausforderungen wurden von Experten für Elefantenverhalten entwickelt und es wird niemals bestraft, nur belohnt.
Damit sie nicht Opfer von Wilderei werden, werden sie den ganzen Tag aus der Ferne von Rangern begleitet und beobachtet und zum Abend werden sie in ihr Boma gebracht. Das ist eine Art offener Stall. Dort sind sie nah an den Wohnhäusern der Ranger und somit geschützt über Nacht. Daher war Morgens immer eine Aufgabe der Volontäre ihre Bomas auszumisten und den Morgen mit ihnen zu verbringen und mit Pellets zu füttern. Am Abend durften Volontäre mit ihnen spazieren gehen und sie ins Bettchen bringen.
Ich denke, man könnte allein über Mak und Mandebvu ein dickes Buch schreiben. Aber ich denke, Ihr solltet selbst mal Imire besuchen und sich die unglaublichen Geschichten von den lieben Rangern erzählen lassen!
Es gibt natürlich noch viel mehr Tiere zu sehen und man sieht sie auch immer wieder und fast täglich.
Alle Tiere sind wunderschön und es ist einfach klasse, sie meist sehr nah zu beobachten und auch viele bekommen die Pellets zusätzlich gefüttert und so kommt zum Beispiel die große Giraffenherde nah ans Auto getrabt.
Besonders aufregend ist der ca. 100 jährige Crispen. Ein riesiges Krokodil, der in seinem eigenen Teich geschützt lebt. Seine Frau Margaret ist vor einigen Jahren einfach abgehauen und wart nie wieder gesehen. Crispen wurde in Imire aufgenommen, da er in freier Wildbahn zum Beispiel 5 Schüler auf dem Gewissen hat. Hier wird er nun mit Antilopen gefüttert, die auf andere, natürliche Weise, ihr Leben ließen. Wir hatten auch das Vergnügen bei diesem Schauspiel beizuwohnen. Sehr beeindruckend, wie er große Antilopenteile verschlingt und man die Knochen brechen hört.
In etwa so ähnlich erging es uns mit Mambo, dem Löwen. Er lebt in einem großen Gehege und er zeigt einem auf beeindruckende Weise, daß er uns zum Fressen gern hat. Durch einen Maschendrahtzaun geschützt, standen wir einen Meter entfernt und beobachteten, was er mit der toten Antilope anstellte, die wir über den Zaun warfen. Tolles Tier.
Ein weiteres cooles Erlebnis hatten wir mit einer jüngeren Python. Wir begegneten ihr bei einer Autofahrt. Da sie ja ungiftig ist, durften wir aussteigen um sie etwas näher zu beobachten. Da einige Volontäre Schlangen nicht ganz so lieb haben wie wir, blieben sie auf dem Wagen mit sicheren Abstand. So dachten sie jedenfalls.
Die Schlange verhielt sich ziemlich ungewöhnlich. Anstatt die Flucht zu ergreifen und sich zu verstecken, huschte sie in Richtung einer Volontärin, die zur Seite sprang und dann verschwand sie in Sekundenschnelle unter dem Wagen hoch Richtung Motor. Die verbliebenen Volontäre auf dem Wagen fanden es nicht so lustig, als wir staunend riefen, daß sie im Wagen verschwunden ist. Keiner wusste wo sie war, auch Trymore unser Guide, konnte nichts unternehmen. So rief er einen Schlangenspezialisten von Imire. Er kam und fand die Schlange tatsächlich im Motorraum und mit gekonnten Griffen holte er sie sicher heraus. So hatten wir Zeit und konnten sie alle in Ruhe mal anfassen. Das half auch denen, die eigentlich Angst vor Schlangen hatten, ihre Angst zu überwinden.
Wie gesagt, täglich erlebte man besondere und tolle Dinge.
Insgesamt gibt es auf Imire zur Zeit folgende Tiere. Wir haben auch alle Arten gesehen:
Elefanten, Nashörner, Büffel, ein Löwe, ein Krokodil, Warzenschweine, Giraffen, Zebras, Paviane, Meerkatzen (Vervet Monkeys), Strausse, Schakale, Schlangen, Fledermäuse und viele hübsche bunte Raupen und Vögel.
Antilopen: Impalas, Blesboks, Gnus (Wildebeests), Rossantilopen (Sable Antilopes), Waterbucks, Elands, Kudus, Tsessebes (ich weiß teilweise nicht die deutschen Namen)
Menschen (Einheimische, Personal, Volontäre)
Als Erstes muss ich sagen, daß wir alle so glücklich mit unserer Volontär-Gruppe waren. Das erwähnten wir auch immer wieder. Alle waren irgendwie gleich gepolt, keiner drückte sich vor der Arbeit, alle waren supernett, lustig und wir quatschten die ganze Zeit miteinander.
Wir blieben 2 Wochen, wie die meisten. Aber einige waren nur eine Woche da oder blieben länger. So waren wir immer zwischen 5 und 7 Leuten. Um die Tagesberichte einfacher zu halten, stelle ich hier erstmal alle vor:
Berit (Schwedin 57 Jahre), Charlotte (Neuseeländerin 24 Jahre), Freya (Dänin 21 Jahre), Cristina (Ecuador 30 Jahre), Debbie (UK 51 Jahre), Eloise (UK 20 Jahre).
Etwas aus der Reihe tanzte ein 31 jähriger türkischer Influencer (Mesut). Er riss sich nicht ganz so um die Arbeit, sprach wenig und war viel für sich allein.
Beim Thema tolle Menschen fiel außerdem extrem auf, wie unfassbar nett, freundlich, höflich und aufgeschlossen die ganzen Mitarbeiter waren. Das sind meist die Shona Leute. Es war so toll, alle grüßten immer nett und wir führten immer wieder tolle und sehr interessante Gespräche. Man erfuhr soviel über ihr Leben. Auch wurden viele Aktivitäten mit uns gemacht, wo wir vieles erfuhren und in die Kultur eintauchten.
Genauso bei all den Tier- und Naturaktivitäten. Trymore, unser Guide der ersten Woche, ist eine ganz besondere Person. Er hat ein unglaubliches Wissen und erzählte uns so viele interessante Dinge über alles auf eine ganz tolle Art mit Humor und einer bildlichen Darstellung. Das kann ich hier natürlich nicht zusammenfassen und hoffe, dass ich mir vieles merken kann, was wir dort lernten.
Auch unser Hauptguide der zweiten Woche Namens Bright war super.
Ein tolles Verhältnis hatten wir besonders mit den Elefantenrangern: Marapiya, Petros, Polite und Blessing. Sie erzählten uns auch so viele tolle interessante Geschichten hauptsächlich über die Elefanten und wir hatten super viel Spaß mit ihnen.
Außerdem hatten wir auch viel Zeit mit Bev und Paul verbracht, die das Haus leiteten und ursprünglich aus England sind. Meist haben wir immer alle gemeinsam gegessen und quatschen alle viel bis wir meist gegen 20 Uhr ins Bett fielen.
Tagesabläufe
Wecker klingelte immer, außer Sonntags, um 5:30 Uhr. Da ging auch grad die Sonne auf.
Wir trafen uns täglich um 6 Uhr, tranken einen schnellen Kaffee, aßen ein Stück Obst und fuhren um 6:15 Uhr zu unserer ersten Aktivität. So machten wir morgens immer etwas mit den Tieren, da sie da natürlich meist aktiver sind.
Wenn wir dann um 9 Uhr zum richtigen Frühstück zurück waren, hatten wir schon die unglaublichsten Dinge mit Elefanten und/oder Nashörnern erlebt.
Um 10 Uhr war die zweite Aktivität. Diese war oft körperlich anstrengender und teilweise richtige harte Arbeit.
Dann Mittagspause gegen 12:30 bis 14 Uhr.
Nachmittags dann eine dritte Aktivität. Meist war um 17 Uhr Feierabend. Frei hatte man Samstag Nachmittag und den kompletten Sonntag.
Zu den verschiedenen Aktivitäten fuhren wir immer mit einem offenen Safariwagen umher, da Imire so groß, weitläufig und wegen der frei umher laufenden Nashörnern zu gefährlich ist.
Aktivitäten
Es gab immer einen Wochenplan und täglich erlebte man neue Dinge. Manches wiederholte sich auch, aber das waren auch die allerschönsten Dinge.
Die frühsten Aktivitäten waren immer gleich:
Montags: Holten wir große schwere Heuballen sowie 50 kg Säcke von den sogenannten Pellets. Das sind Nahrungsergänzungsmittel für die Tiere, damit sie alle fit und stark bleiben. Wir fuhren auf dem Heu sitzend und brachten alles zu den verschiedenen Plätzen.
Dienstags: Trafen wir auf die beiden Elefanten Mak und Mandebvu, misteten ihre „Betten“ aus, fütterten sie per Hand mit den Pellets und verbrachten Zeit miteinander.
Mittwochs: Suchten wir gemeinsam mit den Rhino-Rangern per Satellitentracker und natürliche Spurensuche die Nashörner um zu sehen, ob es allen gut geht und auch diese fütterten wir dann per Hand mit den Pellets.
Donnerstags: Machten wir einen Nature Walk mit den Rangern. Da wurde uns sehr viel über die Natur von Kräuterkunde, traditionelle Medizin bis Ökologie, den kleinen Lebewesen z.B. von Termiten, Insekten, Vögeln erklärt und gezeigt.
Freitags: Wie Dienstags. Alle 2 Wochen aber das Allerschönste. Frühstück mit Elefanten. Dort picknickten wir direkt bei Mak und Mandebvu.
Samstags: Ähnlich wie Mittwochs. Rhinos suchen und füttern.
Die zweite Aktivität von 10-12.30 Uhr war öfter die körperliche Arbeit. Wir reparierten Zäune, füllten Straßenlöcher mit Sand auf, hackten mit Macheten Pflanzen ab, die falsch wucherten, hackten auch mit Macheten Eukalyptusstämme um diese für Zäune zu verwenden, luden viele Ziegelsteine auf für eine neue Wäscherei, sammelten Müll von der Hauptstraße, die entlang des Imirezauns führt und strichen Tore neu.
Aber es waren nicht immer diese harten Arbeiten. Wir besuchten auch öfter Orte der Shona-Community, die auch auf Imire leben. Unter anderem wurde uns das tolle Projekt der Women Support group gezeigt und wir halfen dort auch ein wenig. Dort wurde vor einigen Jahren eine Möglichkeit entwickelt, daß die Mädchen auch während ihrer Periode zur Schule gehen können, indem waschbare wasserfeste Slips genäht werden.
Ein anderes Mal halfen wir beim Englisch lesen in der Imire eigenen Schule, um die einzige Lehrerin, die für bis zu 100 Kindern zuständig ist, zu unterstützen.
Ein anderes Mal, besuchten wir die Tabakfarm, die auch auf Imire ist und ein weiteres Mal halfen wir beim Bauen eines neuen Ofens aus Stein für die Community, damit sie nicht mehr so viel Holz verbrauchen beim Kochen an der Feuerstelle.
Es gab noch weitere Aktivitäten, die teilweise nach dem Frühstück oder nach dem Mittag bis 17 Uhr gemacht wurden.
Sehr interessant waren auch die Treffen mit der APU (Anti Poaching Unit), sowie der K9 Unit. Ein Mitarbeiter der APU zeigte und erklärte uns den Umgang mit dem Gewehr und wir durften auch selbst schießen und einen kleinen Wettkampf machen, natürlich nicht mit echter Munition. Die K9 Unit zeigte uns sehr beeindruckend das Training mit den Hunden und erklärten uns auch alles darüber, wie Wilderer gefunden und dingfest gemacht werden.
Sonst haben wir oft bei der letzten Aktivität des Tages mit den beiden Elefanten einen Spaziergang gemacht und führten sie zurück zu ihren Bomas, also ihrem „Schlafzimmer“. Wir machten auch öfter Gamedrives, in dem wir unter anderem überprüften ob es den Tieren wie Nashörnern, Giraffen u.a. gut ging, fütterten sie mit den Pellets oder zählten die Blesbokbabies um einen ungefähren Bestand zu erfahren.
Am zweiten Freitag fuhren wir nach dem Frühstück zum Shona Dorf. Das war ganz was besonderes.
Wie alle hier, waren auch in diesem Dorf alle unglaublich nett und aufgeschlossen. Sie zeigten uns alle möglichen traditionellen Dinge und wir konnten auch alles selbst ausprobieren. So spielten wir ein Spiel mit Holzknüppeln, aßen das typische Shona Essen in ihrer Hütte, machten selber Erdnussbutter und balancierten einen Kessel auf dem Kopf. Alles wurde uns erklärt und wir hatten eine Menge Spaß. Nach einem normalen Picknick kletterten wir auf einen teilweise rutschigen Hügel um in den Höhlen die mehrere tausend Jahre alten Wandmalereien aus Tierblut, Eiweiß und Medizin stammten, anzuschauen. Dort erzählte uns der Dorfälteste alles mögliche über das alte und teilweise auch jetzt noch geführte Leben der Shona. Super interessant.
Nachdem wir den Rückweg über diese Felsen überlebten, zeigten sie uns noch tolle Tänze. Erst von den Älteren und dann einen dynamischeren Tanz der Jüngeren, beim letzten Tanz begleiteten wir sie mit unserem Können.
Zum Schluss eröffneten sie einen Art Shop, mit vielen sehr schönen selbst gemachten Dingen. Natürlich schlugen wir auch wieder zu, zumal das Geld komplett ihnen zu Gute kommt. Wir kauften einen Holzpavian, einen Steinlöwen sowie die Erdnussbutter. Bevor wir wegfuhren sangen uns die Frauen noch einen sehr schönen Abschiedssong. Puh, war das alles klasse. Supertolle Menschen!
Den Samstag Nachmittag und Sonntag war frei. Wir verbrachten die Zeit am Pool, klönten viel miteinander, ruhten uns aus, fuhren Kajak und ließen uns massieren. Wir hatten nämlich Glück, da eine Hausangestellte die Ausbildung zur Masseuse machte und sie ein wenig trainieren musste. Das Kajakfahren war auch toll. Wir konnten die Kajaks nehmen wann wir wollten um auf dem Stausee am Haus herumzufahren und am Wochenende zur Mittagszeit kamen meist die beiden Elefanten um im See sich zu erfrischen. Wir beobachten sie auch einmal mit Sicherheitsabstand.
Sonntags haben wir Braai gemacht, also Barbecue und wir kletterten zum Sonnenuntergang den Castle Kopje hoch. Das war wiederum sehr sehr abenteuerlich und ich mußte schon einige Ängste überwinden die extrem steilen Holzleitern hochzuklettern und über Felsspalten zu steigen in schwindelerregender Höhe. Aber die Aussicht war es wert.
Also insgesamt waren all die Aktivitäten sehr abwechslungsreich, machten viel Spaß, hatten unglaublich engen Kontakt zu Elefanten und Rhinos, lernten viel über Natur, Tiere und Kultur und lernten viele tolle Menschen kennen.
Wetter:
Die erste Woche war ein wenig frischer als die zweite. So war es morgens gegen 6 Uhr nebelig und eher kühl, besonders auf den ersten Fahrten zu den Aktivitäten. So brauchte man dort in der ersten Woche noch eine Fleecejacke. In der zweiten Woche eigentlich gar nicht mehr.
Schnell wurde es aber immer warm bis heiß. Durchschnittlich so um die 30 Grad, sonnig, ab und zu ein wenig Wolken und wenig Wind. Obwohl Regenzeit war, regnete es nur einen Vormittag und an unserem letzten Abend.
Essen:
Fantastisch. Die tollen Köche kochten uns täglich richtig gutes Essen und es wiederholte sich kaum in den zwei Wochen. Das Frühstück bestand aus Toast, Früchten, Joghurt und wechselnden warmen Komponenten von Rührei, Spiegelei, poached eggs, Baked Beans, French Toast und Pancakes.
Mittags und Abends gab es warme Mahlzeiten mit sehr guter Qualität. Beispielsweise Hühnchen, Gemüse, Wraps, Pasta, Couscous Salat, Suppen, Quiche, Burger und auch traditionelles Shona Essen mit Zaza (weiß nicht wie es geschrieben wird). Das ist eine Maismehlbeilage, ein wenig ähnlich wie Polenta.
Außerdem wurde auch öfter mal Kuchen gebacken und Bananenbrot. Also nichts mit Abnehmen beim Volunteering in Afrika.
Medizinische Hilfsaktionen
Gleich am ersten Morgen, als wir das erste Mal bei den Elefanten waren, bekam eine Volontärin Kreislaufprobleme. Markus ist Notfallsanitäter und kümmerte sich um sie. Cool war, daß uns dadurch präsentiert wurde, wie sensibel Elefanten sind. Mandebvu, das Weibchen, kam sofort zu uns und wollte sehen, was da los ist. Jedenfalls sprach sich durch diesen kleinen Zwischenfall rum, daß Markus im Rettungsdienst ist. So hatte Markus in der Zeit so einige Patienten. Es fing mit Rückenschmerzen eines Elefantenrangers an, der nächste hatte ein Motorradunfall und hatte noch Probleme mit dem Finger, der nächste hatte was am Knie usw. usw. Die größte Sache ergab sich dann, als sich der Chef Reilly gemeldet hat und wollte, daß Markus sich die Röntgenbilder, die Diagnosen und den Patienten mal ansehen sollte. Dieser hatte auch einen Motorradunfall als er mit einem Warzenschwein kollidierte. Er war auch schon bei Ärzten, aber diese spielten alles herunter. Er hatte ein Hüftbruch sowie eine große Schnittwunde an der Hand. Die Schnittwunde hatte sich entzündet und Markus empfahl dringend, daß die Hand unbedingt operiert werden muß, sonst wird er wahrscheinlich seine Hand verlieren. Er ist ein Mechaniker und Mitte 20 Jahre. Das wäre natürlich das Schlimmste für ihn. So wurde Markus Empfehlung angenommen und Imire kümmerte sich um alles und finanzierten auch die OP.
Am letzten Tag besuchte uns ein Elefantenranger und wir gaben ihm die ganzen restlichen Medikamente die wir noch hatten und sind mit ihm alles genau durchgegangen, welche Medikamente für welche Probleme sind sowie deren Anwendung. Er schrieb sich gewissenhaft alles genau auf und war sehr konzentriert.
Alle waren und sind immer noch sehr dankbar und wir haben mit allen weiterhin Kontakt, so wurde uns auch weiterhin berichtet, wie was gebraucht wurde und wie es allen gesundheitlich geht.
Nun kommen die täglichen Berichte. Da ich in der ersten Woche keine Zeit fand, zu schreiben, halte ich die erste Woche nun eher kurz. Außer die Anreise und Ankunft. Da hatte ich noch genug Zeit zum Schreiben. Ich habe alles oben zusammengefasst um einen besseren Einblick zu bekommen.
TAGESBERICHTE
So. 28.01.2024 und Montag 29.01.2024
Anreise und Ankunft auf Imire
Bei 2 Grad und Sonnenschein verließen wir gegen 15 Uhr Hannover und flogen mit einer Embraer 175 von KLM in 40 min nach Amsterdam. Den Aufenthalt von 3:40 Stunden im Transitbereich versüßten wir uns mit Poffertjes.
Um 19:45 Uhr ging’s dann weiter mit einer 787 der Kenya Airways und wir brauchten 8:15 Std bis nach Nairobi. Der Flug war nicht ganz so toll. Relativ eng, voll und viele unruhige Passagiere. Service war ok. Es gab für alle Rindergeschnetzeltes mit Kartoffelbrei, was in Ordnung war und ein kleines Frühstück. Entertainment mittelmäßig sowie die Freundlichkeit der Crew.
Um 5:55 Uhr Ortszeit landeten wir in Nairobi.
Eineinhalb Stunden später flogen wir mit einer 737 weiter bis Lusaka in Sambia zum Auftanken. Der zweieinhalbstündige Flug war auch eher unbequem und voll. Aber ein tolles bekanntes Gefühl kam auf, als wir die typische afrikanische Natur sahen. Ach schön! Während die Maschine gereinigt, betankt und geboardet wurde, konnten wir die Dreiviertel Stunde an Bord bleiben.
Der letzte Hüpfer dauerte nur 45 Minuten und so kamen wir endlich in Harare, Zimbabwe, pünktlich um 11 Uhr bei 24 Grad mit Sonne/Wolken Mix an. Unsere gesamte Reise dauerte somit über 19 Stunden.
Wie uns vorher mitgeteilt wurde, trafen wir auch schon bald auf unseren Fahrer Neton von Imire am Meetingpoint und auch zwei weitere Volontäre. Alle waren gleich supernett. Eine Volontärin kam aus Schweden (Berit, 57 J.) und eine aus Neuseeland (Charlotte, 25 J.). Wir fuhren um 12 Uhr los und konnten uns so schonmal ein wenig auf der Fahrt kennenlernen.
Typisch afrikanisch hielten wir aber erstmal an einer Straßenseite an und warteten auf jemanden, dem der Fahrer noch was geben musste. Natürlich kam dieser aber nicht. So schwitzten wir 40 Minuten vergeblich im Auto. Letztendlich kamen wir um 14:40 Uhr auf Imire an.
Auf der Fahrt sahen wir keine Tiere. Erst kurz vor der Farm eine Meerkatze und direkt nach der Einfahrt eine große Antilopenherde, die uns ruhig beobachtete.
Wir kamen am Numwa Haus an und es begrüßte uns das sehr nette Ehepaar Paul und Bev, die hier das Haus leiten, sowie der süße zweijährige Hund Simba. Wir erfuhren, dass wir in der ersten Woche zu Fünft sind und in der zweiten zu Siebt. Und wir erfuhren, dass wir alle in diesem Haus übernachten. Wir hätten uns eher die Zelte gewünscht mit eigenem Bad. Aber so war es auch ok. Das Haus ist superschön. Ein hübsches Doppelzimmer für uns und wir teilen uns das Bad mit Berit. Eine wunderschöne Anlage mit Pool und Blick auf den kleinen Stausee. Draußen gibt es zusätzlich Solarduschen, die auch schöner sein sollen und sicherer warmes Wasser haben. Denn es gibt hier sehr oft Stromausfall, teilweise tagelang. So hatten wir auch heute keinen. Dann stellen sie Abends für ein paar Stunden den Generator an.
Ja, schon ein wenig abenteuerlich.
Den Nachmittag verbrachten wir durchgehend auf der Terrasse mit allen zusammen und warteten auf unsere fünfte Volontärin, die am Flughafen festsaß, unter anderem weil ihr Koffer nicht ankam. Sie kam dann gegen 18 Uhr ohne Koffer. Eine Dänin (Freja, 21 J.). Dann aßen wir alle zusammen. Die panierten Schnitzel mit Broccoli und Kartoffeln waren auch sehr gut. Als wir danach grad in unser Zimmer gingen entdeckten wir eine größere Spinne. Paul sagte uns, dass sie ungefährlich ist und es gibt hier einige von dieser Sorte, die Flat Spider. Wir konnten sie vor die Tür jagen. Paar Minuten später hatte Berit eine weitere in ihrem Zimmer. Hm naja. Das finden wir nicht ganz so toll.
Am Abend gab uns Paul noch eine Safetyeinweisung und verriet uns, dass wir morgen früh gleich das Allerbeste erleben werden. Wir werden mit den beiden Elefanten Spazierengehen.
Relativ früh gingen wir zu Bett.
Di.30.01.2024
Gar nicht so schlimm empfanden wir es, als der Wecker um 5:30 Uhr klingelte, da wir ja wußten, was uns heute früh erwartete.
Beim Blick aus dem Fenster sahen wir erstmal den schönen Sonnenaufgang mit den Silhouetten der Kuhherde, die am Eingangstor genüsslich grasten.
Nach einer schnellem Katzenwäsche und einer Banane mit Käffchen ging es zu den wundervollsten Geschöpfen, die wir auf Imire kennenlernen durften: Mahahvuzi, genannt Mak und Mandebvu.
Zuerst lernten wir die lieben Elefantenranger kennen und dann misteten wir die Bomas aus. Dabei wurden wir von Black Rhinos beobachtet.
Und dann war es soweit. Von Weitem sahen wir sie schon und wir kamen ihnen immer näher. Als dann der riesige Mak vor uns stand, konnten wir es kaum fassen. Wir haben ja schon einige Elefanten gesehen. Aber dieser wunderschöne Riese beeindruckte uns extremst. Er strahlte trotz seiner Größe und Kraft gleichzeitig eine ganz besondere Ruhe aus.
Wir verbrachten über zwei Stunden mit den beiden. Wir gingen mit ihnen spazieren, beobachteten sie wie sie, teilweise auf drei Beinen stehend, mit ihrem Rüssel riesige Äste von hohen Bäumen abbrachen und verspeisten. Dann gaben wir Mak unsere Bananenschalen und konnten ihn anfassen vom Zeh bis zum Ohr. Zuerst waren wir etwas verhalten und vorsichtig, aber trauten uns dann schnell näher. Auch in den ganzen 2 Wochen war es immer wieder ein unbeschreibliches Gefühl ihm so nah zu sein. Es ist schwer in Worten zu fassen, eine Mischung aus Gefahr, starker Zuneigung und Respekt.
Glücklich fuhren wir zurück, sahen auf dem Weg diverse Antilopen und Zebras und aßen das erste Mal das superleckere Frühstück.
Die nächste Aufgabe sollte nun körperlich anstrengender werden. Die Zäune, um Imire herum, müssen natürlich ab und zu mal repariert werden. So holten wir Holzpfähle, die wir in die richtige Länge zersägen mußten und befestigten sie mit Draht an dem Zaun.
Nach dem tollen Mittagessen machten wir einen Gamedrive. Hier konnten wir schon fast alle Tiere sehen, die es auf Imire gibt und Trymore erzählte uns viele Geschichten zu den Tieren. Wir trafen auf Impalas, Blesboks, Zebras mit und ohne Esel, Kudus, Wildebeests und Elenantilopen.
Wir trafen auch auf Nzou, den Elefanten, mit seiner gefährlichen Büffelherde. Auch sie bekamen Pellets zu fressen, so kamen alle sehr nah an das Auto heran. Sehr beeindruckend.
Dann hatten wir ein weiteres Mal Glück. Crispen ließ sich auch blicken. Nach ein paar Rufen von Trymore kam dieses riesige Krokodil aus seinem Teich geschlichen. Wahnsinn, so riesig.
Als nächsten trafen wir auf ein großes White Rhino, der auch Pellets bekam.
Wir sahen auch das erste Mal die orangenen Raupen, die hier an vielen Bäumen in großen Gruppen zusammenhängen. Sie sehen so kuschelig mit ihren langen Haaren aus. Aber man darf sie auf keinem Fall anfassen, daß würde zu Hautausschlag führen.
Zum Schluß des Gamedrives durften wir uns noch Mambo anschauen. Dieser wunderschöne Löwe begrüsste uns mit seiner furchterregenden Ansprache.
Was alles für tolle beeindruckende Tiere, die wir alle schon am ersten Tag erleben konnten. Einfach fantastisch.
Zurück am Haus, duschten wir das erste Mal in den Solarduschen, die draussen stehen. Das ist wirklich schön. Man muß vorher kurz reingucken ob sich nicht ein Affe, Schlange oder sonstiges Tier sich dort gemütlich gemacht hat und dann kann man während des Duschens auf den Stausee schauen.
Nach dem Abendessen klönten wir alle gemeinsam und gingen früh mit all den tollen Erfahrungen im Kopf ins Bett.
Mi. 31.01.2024
Bei Nebel fuhren wir los, trafen auf die Rhino-Ranger mit ihren Trackern um gemeinsam die Rhinos zu orten.
Währenddessen begegneten wir den hübschen Giraffen und fanden dann die dreiköpfige White Rhino Gruppe. Die sind echt groß und sehr gefährlich. Daher kann auch nur ein Ranger einen Sack Pellets in ihre Nähe werfen und wir konnten sie aus nächster Nähe vom Auto aus sicher beobachten.
Doch dann fanden wir auch die Black Rhinos. Sie kamen auch schön zu dem sicheren Bereich und erwarteten die Pellets. Wieder eine neue Erfahrung für uns und auch so superschön. Wir konnten sie mit Pellets füttern und streicheln. Ein irres Gefühl so ein Nashorn anzufassen und zu füttern. Klasse. Tausend Fotos später mussten wir uns langsam wieder von ihnen lösen.
Auf der Weiterfahrt konnten wir wieder einem besonderen Spektakel beiwohnen. Zwei Rossantilopen führten einen Machtkampf aus.
Dann trafen wir auf Mama Black Rhino mit Baby, der auch schon einem gleichgroßen Warzenschwein zeigte, wer hier der Boss ist.
Nach dem Frühstück wurde es wieder anstrengender. Diesmal hieß es „Lantana cutting“. Diese sehr hübschen Pflanzen wurden vor langer Zeit aus Australien verbotenerweise eingeführt und sie nehmen leider viel zu viel Platz ein und schaden somit dem Ökosystem. Also hieß es: Ran an die Macheten und diese dornigen Büsche abhaken.
Auf dem Weg zurück erlebten wir natürlich wieder was ganz besonderes. Die Geschichte habe ich oben schon beschrieben. Das war, als wir auf die Python gestossen sind und diese es sich im Motor bequem gemacht hatte.
Als letzte Aktivität fuhren wir herum um den Bestand der Blesbock-Babies zu kontrollieren. Dieser hat leider stark abgenommen, als auf Imire noch zwei Geparden lebten. Natürlich sahen wir auch wieder andere schöne Tiere wie unter anderem Zebras mit Jungen und eine große Gnuherde.
Danach durften wir Mak und Mandebvu zurück zu ihren Bomas begleiten. Sehr schön mit ihnen spazieren zu gehen.
Do. 01.02.2024
Heute war es grau und es nieselte den ganzen Morgen. Ausgerechnet heute war die erste Aktivität: „Nature Walk, observing the small things…“ So liefen wir durch die Natur, wurden naß, aber hörten und sahen uns viele interessante Dinge an. Beispielsweise welche Kräuter bei gesundheitlichen Problemen helfen, oder auch welche Blätter als Toilettenpapier beim „surviving in the bush“ aushelfen könnten. Außerdem war auch sehr interessant wie die kleinsten Lebewesen einen wichtigen Beitrag in der Ökologie leisten. So zeigte uns Trymore zum Beispiel einen Termitenhügel und ich konnte die Wärme in diesem Hügel spüren, als ich mit der Hand vorsichtig hineinlangte.
Nach dem Frühstück klarte es schon wieder auf und es war wieder richtig warm. Das machte wiederum unsere nächste Aufgabe nicht grad leichter. Denn es hieß: „Road maintanance“. Das war vielleicht die körperlich anstrengendste Arbeit, die wir machen durften. Zuerst fuhren wir zu einer Art Sandgrube und schaufelten viel Sand auf unseren Anhänger. Mit diesem Sand füllten wir dann eines der vielen Schlaglöcher auf der Pistenstraße. Nach ungefähr eineinhalb Stunden waren wir fertig und stolz auf unsere harte Arbeit. Auch wenn es irgendwie enttäuschend war wie wenig Straße wir repariert haben. Naja, Kleinvieh macht auch Mist. Zur Belohnung erzählte uns Trymore, wie immer von Warzenschweinen beobachtet, interessante Dinge über Schlangen.
Am Nachmittag fuhren wir zu der Numwa School. Dort wurde uns erzählt, erklärt und gezeigt, was die Frauen dort vor einigen Jahren entwickelt haben. Was auch immer noch ein großes Problem in Afrika ist, dass Mädchen während ihrer Periode nicht zur Schule gehen können. So haben sie eine Art Slip entwickelt, wo sie waschbare Pads einlegen können. Wir halfen dann auch ein wenig beim Zusammenfügen der Sets, die verteilt werden. Toll, das ist eine super Hilfe für die Mädchen.
Danach halfen wir dort beim Herstellen eines Ofens. Da zur Zeit eine Biologin zu Gast ist, die in Malawi diese Art Öfen gesehen hat, würde sie diese gern dort auch etablieren. Normalerweise kochen die Einheimischen draussen an einer Feuerstelle. Dabei wird viel Holz verbraucht und das ständige Einatmen des Rauchs ist natürlich auch nicht grad gesundheitsfördernd. Mit so einem Ofen wird beides verbessert. Wir halfen beim Mauern dieses kleinen Ofens. Allerdings hatte einer der Ranger da viel Spaß dran gehabt und war ziemlich perfektionistisch, so standen wir mehr oder weniger nur dabei. Also ein wenig halfen wir schon. Aber trotzdem war das auch sehr interessant und wieder einmal toll zu sehen, daß es immer mal gute Ideen gibt, die bei der Entwicklung in Afrika helfen.
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| Typische Küche mit Feuerstelle |
Als wir zurückkamen, sollten wir uns beeilen, denn wir wollten heute den Sonnenuntergang auf dem Castle Kopie sehen und eine Sundowner trinken. Huj, das war ja wieder ein Erlebnis. Der Castle Kopie ist ein heiliger und sehr geschichtswürdiger Ort. Es sieht aus wie übereinander gestapelte Felsen im Nichts. Das sieht sehr schön aus und man kann ihn fast von überall in Imire sehen.
Wir hörten schon vorher, daß es ganz schön heftig ist, dort hochzuklettern. Die ersten Steinstufen waren schon nicht unanstrengend.
Dann aber kommt man zu dem ersten großen Felsen, an dem eine sehr ungleichmäßige und steile Holzleiter angebracht ist. Sie sieht auch nicht wirklich sicher aus, aber man versicherte uns, daß sie stabil wäre. Ich begann sie hochzusteigen und ich konnte auch nicht ganz die Gedanken verdrängen, was passieren würde, wenn ich runterfalle. Nach dieser ersten Leiter war ein kleiner Felsabsatz bevor man auf die nächste kürzeren Leiter weiter musste.
Markus versuchte auch die erste Leiter hochzusteigen, aber da er eh Höhenangst hat und sich wirklich nicht wohl dabei fühlte, beschloss er nicht hochzusteigen. Er ging dann mit Bev auf einen anderen Felsen hoch, der allerdings auch sehr steil und rutschig war. Aber das hat er toll gemeistert.
Ich kletterte die nächste Leiter hoch, was nicht wirklich besser wurde. Dann kam allerdings die dritte Leiter, die sehr schmal zwischen den Felsen hoch ging und es erwartete mich das Schwierigste. Paul wartete auf jeden einzelnen von uns und half bei der Überwindung. Denn man musste von der Leiter mit einem großen Schritt über eine Felsenspalte steigen und dann auf einen schrägen Felsen, der rutschig aussah, treten. Da hatte ich ziemlich dolle Angst und war mir so sicher, daß ich ausrutschen würde. Aber Paul sprach sehr beruhigend und hielt mich fest. Puh, wirklich heftig.
Aber dann kam die Aussicht. Wunderschön! Ein toller Rundblick über Imire mit den Felsen im Vordergrund. Einige kletterten noch weiter auf den Felsen umher. Ich blieb bei Berit und wir zwei genossen den Blick auf den Sonnenuntergang über den Stausee.
Dann hieß es wieder abwärts. Das war allerdings nicht wirklich einfacher und weniger angsteinflössend. Die Meinungen gingen auseinander, was man schlimmer empfand. Schwer zu sagen, zumal war es ausgerechnet heute auch noch ein wenig windig, das fühlte sich somit noch etwas gefährlicher an. Besonders an einer Stelle, wo man über eine Leiter herübersteigen musste um weiter zu kommen. Stolz und noch etwas zittrig trafen wir uns dann alle an einer Plattform, wo wir unseren Sundowner geniessen konnten und den zweiten Sonnenuntergang ansehen konnten. So nannte es Paul immer, da man dort dann manchmal besonders schön den Farbwechsel am Himmel bewundern konnte.
Fr. 02.02.2024
Mit großer Vorfreude standen wir auf, denn es erwartete uns die allerschönste Aktivität des gesamten Aufenthalts.
Aber zuerst mussten wir noch ein wenig arbeiten. Es mussten wieder die Bomas der Elefanten ausgemistet werden. Na, das ist aber wirklich nicht anstrengend und geht immer superschnell.
Diesmal wurden wir ein wenig aufgehalten, als mal wieder ein paar Black Rhinos dort herumspazierten und sich dann in den Weg stellten, als wir die Schubkarren mit dem Heu wegbringen wollten. Aber das macht alles nur noch spassiger und etwas abenteuerlicher.
Mak und Mandebvu waren auch immer in unserer Nähe und wir hatten viel Spaß mit ihnen.
In der Nähe ließen sich zwischenzeitlich Giraffen blicken.
Dann ging es aber zu der tollsten Sache „Breakfast with elephants“. Paul und Bev brachten Frühstück mit Toast, gekochten Eiern, baked beans, Porridge und Obst zu uns. Alle Elefantenranger waren auch dabei. Wir setzten uns auf eine Art Felsenplattform, aßen Frühstück und Mak und Mandebvu standen direkt in unserer Nähe.
Später lockten die Ranger sie hoch auf die Felsen. Das ist relativ besonders, denn Elefanten gehen nicht so gern auf Steinen. Aber es war toll anzusehen und dann konnten wir mit ihnen auf Augenhöhe zusammen sein. Denn wir saßen auf einer höheren Plattform und die beiden standen davor. So konnten wir sie lange gemütlich beobachten und zusehen, wie sie mit ihrem Rüssel staubsaugerartig Pellets von der Plattform nahmen und wir fütterten und streichelten sie auch immer wieder. Das war wirklich ein ganz wundervoller Morgen und sicher unser schönstes Frühstück, was wir je hatten.
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| v.l. Marapuia, Polite, Petrus, Blessing, Trymore |
Gestärkt ging es dann wieder zum Arbeiten. Auf dem Weg konnten wir aber noch schön Giraffen nah am Wagen beobachten.
Die Arbeit machte aber auch etwas Spaß und viele nannten es therapeutische Arbeit. Wir mussten ein Eisentor neu streichen. Zuerst mussten die Stäbe mit Sandpapier bearbeitet werden und dann pinselten wir die Antirostfarbe dran.
Am Nachmittag mussten wir nochmal ein wenig schuften. Wir füllten unseren Anhänger eimerweise mit Mist und brachten diesen zum dem schuleigenen Garten. In einigen Wochen wird dort wieder Gemüse angebaut.
Da wir grad in dem Bereich waren, konnten wir gleich mal einen Blick auf unsere gebauten Öfen werfen. Leider waren da einige Risse zu sehen. Aber wir denken trotzdem, daß sie halten werden. Die Biologin wird nochmal nachdenken, was man bei den nächsten verbessern könnte.
Außerdem konnten wir uns einen Schulraum anschauen und sahen uns auch paar Hefte an und waren beeindruckt, was sie lernen.
Sa. 03.02.2024
Sehr nebelig und somit ganz schön frisch war es am Morgen. Die Ranger sagten uns, daß es so ganz schön schwierig sein wird, die Nashörner zu finden, denn sie können sich im Nebel gut verstecken. Auf dem Weg trafen wir auf zwei Strausse und wir hielten kurz bei der K9 Unit. Dort konnten wir schonmal einen Blick auf die beiden scharfen Hunde werfen.
Mit Telemetrie suchten die Ranger die Nashörner. Es gestaltete sich tatsächlich ziemlich schwierig. Wir gingen dann zu Fuß zu einem Bereich, wo öfter die Nashörner zu finden sind. Die Ranger gaben uns noch eine kurze Sicherheitseinweisung, denn das war nicht ungefährlich. Wir mussten uns leise verhalten und die Ranger waren schwer bewaffnet, was die Nashornranger aber immer sind. Wir konnten uns dann auf eine Anhöhe setzen und die Ranger gaben laute seltsame Schreie von sich um die neugierigen Nashörner anzulocken. Aber ohne Erfolg. Das ganze versuchten sie auch erfolglos an einem anderen Bereich.
Aber endlich an der dritten Möglichkeit ließ sich die fünfköpfige Black Rhino Familie samt Baby blicken. Wir konnten sie dann wieder wunderbar füttern und streicheln und hatten natürlich wieder eine Menge Spaß.
Die zweite Aktivität hieß Ökologie. Wir liefen mit Trymore durch den Busch und er erzählte und erklärte uns wieder viele interessante Dinge über die Natur.
Zwischendurch hielten wir am Chiwawe Camp an und wir konnten uns dort die Zelte und das Camp ansehen. Auch sehr schön und vielleicht noch ein wenig schöner als das Numwa Haus.
Dann fuhr Trymore mit uns zum Castle Kopie und er erzählte und zeigte uns einiges über die Ausgrabungen der damaligen Königsfamilie.
Er führte uns dann zu dem unteren Bereich des Castle Kopie und er versteckte sich. Ich fand ihn relativ schnell. Dann kam Mesut und er ging ihn die Höhle, wo Trymore sich versteckte. Trymore wollte ihn erschrecken und sprang raus. Das Ganze wurde dann aber richtig unheimlich, weil tatsächlich Fledermäuse mit ihm aus die Höhle flogen. Trymore ist so ein lustiger Kerl und so fand er es sehr witzig uns zu fragen, wie wir denn wieder aus diesem Bereich herauskommen können und es wäre nicht möglich, einfach den Weg zurückzunehmen. Wir sahen keine Möglichkeit, denn wir waren komplett von Felsen umgeben. Er zeigte uns dann ein kliztekleines Loch unter den Felsen und wir dachten, es wäre ein Scherz. War es aber nicht. Wir mussten tatsächlich durch dieses Loch krabbeln. Selbst Markus hat es geschafft, aber das Loch war wirklich so eng, daß kein Blatt mehr dazwischengepasst hätte. Wieder eine neue Erfahrung.
Da die Woche nun mit Trymore vorbei war und wir ihn nächste Woche vielleicht immer nur mal kurz sehen, gab er uns unsere Totems bekannt. Da er uns die Woche kennengelernt hat, hat er sich da was überlegt. Natürlich ist das Spaß und hat nichts mit der wirklichen Totemvergabe zu tun. Markus sollte Elefant sein, wegen Intelligenz, Sanftmut und Kraft und ich somit auch, da wir verheiratet sind. Naja war jedenfalls lustig und wir alle waren traurig, daß die Woche mit Trymore vorbei war.
Da Samstag war, ist der Nachmittag frei. Wir lernten das nette Ehepaar Amanda und Tatenda kennen. Sie sind in Zimbabwe geboren und sind Freunde von Bev und Paul. Amanda leitet eine Massageschule und bildet zur Zeit eine Hausmitarbeiterin als Masseurin aus. Tatenda wird uns die nächste Woche ab und zu begleiten. So hatten wir Glück und wurden zu Übungszwecken massiert. Heute bekam ich eine wunderbare Rückenmassage und wir zahlten nur ein Trinkgeld. Ansonsten verbrachten wir den Nachmittag am Pool. Ich dachte, ich schaff vielleicht mal Blog zu schreiben, aber wir klönten so viel mit den anderen, so daß die Zeit wieder viel zu schnell verging.
So. 04.02.2024
Sonntags ist komplett frei. So verbrachten wir den ganzen Tag am Pool oder auf der Veranda sitzend. Heute durfte Markus seine Rückenmassage genießen und er erfrischte sich im Pool. Mir war er doch etwas zu kalt. Wieder quatschten wir den ganzen Tag und ich kam wieder nicht dazu, den Blog zu schreiben. Wenigstens kamen wir beide mal dazu ein wenig die Fotos zu sortieren.
Am Abend gab es Braai. So nennt sich ja das Barbecue im südlichen Afrika. Die Köche bereiteten tagsüber alles vor und machten auch schon das Feuer an. Noch vor Sonnenuntergang fingen wir dann mit dem Grillen an. Draußen wurde ein Tisch auf die Wiese gestellt. Markus war der Grillmeister und wir brachten das Geschirr und das Essen raus. Es gab die typische Boerwoers. Das ist eine ganz lange Bratwurst aus Schwein und Rind und als Dessert einen leckeren Apple Pie. Während wir alle draussen aßen, konnten wir den schönen Sonnenuntergang über dem Stausee sehen.
Als wir alles wieder reinbrachten, flog eine Fledermaus versehentlich in das Haus und flatterte aufgeregt umher. Wir machten dann dort im Essbereich das Licht aus und verbrachten den Abend im Wohnzimmer und klönten wie immer viel. Irgendwann fand die Fledermaus wieder raus.
Mo. 05.02.2024
Heute morgen lernten wir Bright kennen. Er ist diese Woche unser Guide. Bevor wir starteten mussten wir uns von Freya verabschieden, sie blieb nur eine Woche. Es fiel uns allen recht schwer, man lernt sich ja in so einer Woche, die man fast durchgehend miteinander verbringt, recht gut kennen.
Heute sollte es zu der körperlich anstrengendsten Arbeit gehen. Aber wir alle fanden es auch sehr spaßig. Wir warfen unter anderem 50 Kilo Säcke gefüllt mit Pellets auf den Trailer und brachten diese zu verschiedenen Bereichen. Dann beluden wir einen anderen Anhänger mit 25 Kilo schweren Heuballen und sind sitzend auf diesen zu den nächsten Plätzen gefahren zum Entladen. Das war echt ganz lustig und schön wie wir diverse Zebras, Impalas, Giraffen, Paviane, das Krokodil und drei Breitmaulnashörner sehen konnten. Außerdem hatten wir wieder nette Gespräche mit den Einheimischen.
Zum Frühstück gab es heute mein Lieblingsessen - poached eggs mit baked beans.
Danach pinselten wir ein Tor mit der Endfarbe grau ein. Letztes Mal pinselten wir ja den roten Rostschutz auf.
Unsere Mittagspause durften wir 15 Minuten länger machen, da die nächste Aktivität in der Hitze vielleicht zu anstrengend sein könnte. So ging es um 14:15 Uhr los und wir fuhren zur Hauptstraße. Dort gingen wir am Imire Zaun entlang und sammelten Müll auf, damit nicht so viel hinter diesen fliegt und die Tiere ihn fressen. Es war tatsächlich ganz schön heiß und erschreckend wieviel Müll aus den Autos geworfen wird. Aber nett, dass uns ein Zebra und zwei Strauße zwischendurch beobachteten.
Danach machten wir noch einen kürzeren Gamedrive, wo uns Bright auch viel erzählte, zum Beispiel über die Impalas. Wir sahen auch einen kleinen Machtkampf zwischen zwei Blesboks und er zeigte uns das Elefantengrab von Toto.
Als letztes machten wir wieder den Spaziergang mit den Elefanten zurück zu ihren Bomas. Wir können uns gar nicht sattsehen an diesen tollen Tieren.
Der Elefantenpfleger Marapia bastelte uns Frauen ein Armband aus dem Holz was zuvor Mak vom Baum Msasa abbrach. Und Markus kümmerte sich ein weiteres Mal um gesundheitliche Probleme der Pfleger.
Als wir zurückkamen lernten wir zwei neue Volontäre kennen. Cristina (30 J) aus Ecuador und Debbi (53 J) aus England. Dem ersten Anschein nach wirkten beide sehr nett. Sie haben hier das Pferdeprogramm gebucht. So machen wir die erste Aktivität mit ihnen nicht zusammen aber den restlichen Teil.
Di. 06.02.2024
Ab heute beginnen die Wiederholungen der letzten Woche, aber nur die ganz frühen Aktivitäten. So misteten wir wieder die Übernachtungsplätze der Elefanten aus während die beiden in der Nähe genüsslich fraßen. Danach musste sich Markus wieder mal um einen Elefantenpfleger medizinisch kümmern und wurde von den sehr süßen kleinen Kindern genauestens beobachtet und sie waren von seinem Bart schwer begeistert. Dann tanzten alle gemeinsam.
Mak kam auf uns zu und zeigte uns, dass sie nun langsam spazieren gehen wollen.
So gingen wir wieder los und spazierten mit ihnen herum. Diesmal konnten wir Mak auf eine besondere Weise füttern. Er hob seinen Rüssel ganz hoch und öffnete sein Maul und so konnten wir ihm die Pellets direkt in den Mund werfen. Das war ein unbeschreibliches Gefühl unter seinen Stoßzähnen und seinem Rüssel zu stehen, in sein riesiges Maul zu schauen und die Pellets wie beim Basketball hereinzuwerfen. Wahnsinn!
Dann hatten wir alle total Spaß mit den Pflegern. Sie machten mit uns Ratespiele, sangen total lustige Lieder über Trump und dass es kein Bier im Himmel gibt. Ach, das sind wirklich so lustige tolle Leute. Wirklich klasse!
Nach dem Frühstück arbeiteten wir echt hart. Wir fällten mit Macheten Eukalyptus Stämme und schälten die Stämme indem wir die Rinde mit einem Hammer lockerten. Schwer zu erklären. Es war jedenfalls anstrengend, besonders in der Hitze, aber machte auch Spaß. Wir waren auch ziemlich stolz, da wir zu Sechst 61 Stämme geschafft haben. Das sind die Stämme, die wir letzte Woche an die Zäune befestigten.
In unserer Mittagspause lernten wir unsere weitere Volontärin kennen. Sie heißt Eloise (20 J) aus England.
Als letztes machten wir einen schönen Gamedrive. Wir sahen Impalas, Zebras, die Büffel mit dem einzelnen Elefanten Nzou, eine ganze Herde Giraffen, Blesboks, Gnus, Waterbuck, Paviane, ein Breitmaulnashorn und natürlich Warzenschweine. Also eigentlich, wie immer, alles. Während wir die Tiere beobachteten wurde uns wieder alles mögliche von Bright und Tinashe erzählt. Die letzte Stunde machten wir noch einen Bushwalk, wo uns natürlich die beiden auch vieles über die Natur erzählt haben.
Abends saßen wir wie immer gemeinsam zusammen und klönten.
Mi. 07.02.2024
Zuerst machten wir heute wieder das Rhino-Tracking. Wir waren erfolgreich und sahen fast alle.
Wir fütterten 2 black rhinos. Diesmal durften wir sie noch ein Stückchen aufregender füttern. Statt die Pellets in das Maul zu werfen, konnten wir sie direkt hineinlegen und so spürten wir ihre Kraft der eigentlich so weichen Lippen.
Später trafen wir auf Mutter und Baby der White Rhinos. Und die Kleine war sehr aufgeschlossen und rannte dann immer wieder im Kreis umher und machte richtig Show. So süß. Ab und zu erschreckte sie und die Warzenschweine sich gegenseitig.
Danach brachten wir noch Pellets zu den White Rhinos.
Auf die zweite Aktivität „freuten“ wir uns schon die ganze Zeit und machten die anderen, die letzte Woche nicht dabei waren, ganz verrückt.
Das war die anstrengendste Arbeit letzter Woche. Straßen reparieren.
Aber wir fanden es diesmal einfacher und waren schneller fertig, denn wir waren drei Leute mehr und der Sand war auch lockerer. So schaufelten wir wieder den Trailer voll und schaufelten diesen auf ein großes Straßenloch.
Schweißgebadet sprangen Markus und Charlotte mit Klamotten direkt in den Pool.
Wir beide machten in der Mittagspause eine keine Kayaktour auf dem See.
Die Nachmittag Aktivität war was ganz Neues für uns. Wir trafen uns mit dem Chef der APU (Anti Poaching Unit). Er erzählte uns vieles über die Regeln und den Umgang mit dem Gewehr. Dann durften wir auf selbstgebaute Ziele mit kleinen Bleikugeln schießen. Nach 3 Übungsschüssen wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und machten ein Wettbewerb. Markus und ich wurden in getrennte Gruppen eingeteilt. Meine gewann letztendlich. Mesut wollte dann noch ein Wettkampf alleine gegen Charlotte machen und erhoffte sich, so ein Bier zu gewinnen. Bright beschloss aber, dass er gegen Markus antreten sollte und so gewann Markus ein Bier, da er alle drei Treffer hatte.
Das hat viel Spaß gemacht und war interessant.
Gleich danach suchten wir wieder die beiden Elefanten und spazierten wieder gemütlich mit ihnen zu ihrem Boma zurück und fütterten sie wieder per Hand zu Rüssel.
Am Abend wieder nett unterhalten.
Do 08.02.2024
Heute haben wir viele neue und besondere Dinge erlebt. Nach einem schönen interessanten Naturewalk durften wir die K9 Unit bestaunen. Wir holten erst einen dieser Hunde ab und sie setzten ihn unter unseren Sitz. Das war ein etwas seltsames Gefühl so einen scharfen Hund in der Nähe unserer Beine zu haben. An der Übungsstelle angekommen, erzählten uns die 3 K9 Unit Leute sehr viel Interessantes über die Arbeit mit den Hunden und den Umgang mit den Wilderern. Das Training wird immer abgewechselt. Wir durften heute beim Beißtraining zusehen. Der absolute Wahnsinn wie schnell der dänische Schäferhund Namens Murwi den dargestellten Wilderer stellte. Das war ein tolles Erlebnis.
Nach dem Frühstück erlebten wir gleich noch eine ganz besondere Sache. Wir fuhren in die Numwa Schule und lehrten Englisch lesen. Na das war ja was. Eine Klasse besteht aus 50 bis 100 Schülern und es gibt nur eine Lehrerin. Daher freuen sie sich wenn die Volontäre mal ein wenig aushelfen. Wir saßen alle draußen. Die Kinder auf dem Boden und für uns wurden Stühle gebracht. Es gab dann ein Buch, aus dem sie vorlesen mussten und wir sprachen dann über die Bilder und so einiges mehr. Unsere Schüler waren zwischen 7 und 10 Jahren alt. Sie waren alle supersüß und freundlich. Am Ende umarmten sie uns andauernd und ließen uns kaum gehen. Das war echt eine Menge Spaß.
Die dritte Aktivität war wieder was Besonderes.
Wir besuchten die Tabakfarm von Imire. Das war unglaublich und sehr erschreckend unter welchen Bedingungen die Menschen dort arbeiten müssen. Uns wurde vom Manager alles erklärt und wir wurden herumgeführt. Wir gingen dann in verschiedene Trockenräume. Das war unerträglich heiß und der Rauch brannte extremst in der Lunge. In dem einen Raum traten wir ein und sind allesamt sofort rausgerannt, weil wir es keine Sekunde aushielten. In diesem Raum arbeiten die Angestellten ca. 2 Stunden am Stück.
Danach sahen wir uns noch die Felder an.
Auf dem Weg zurück fuhren wir noch rum, sahen diverse Tiere und fütterten eine Giraffenherde incl. 3 Babies.
Den Abend verbrachten wir wieder am Castle Kopje und sahen uns gemeinsam mit der anderen Gruppe einen extrem schönen Sonnenuntergang an. Ein Teil von uns ist wieder oder zum ersten Mal hochgeklettert. Wir blieben unten.
Ein schöner Ausklang.
Fr. 09.02.2024
Der Morgen war schön und traurig zugleich, denn wir sahen Mak und Mandebvu sowie einige der Elefantenpfleger das letzte Mal. So machten wir viele viele Fotos gemeinsam mit der Gruppe und allein von uns. Außerdem spielten wir zusammen Sharade über die Tiere von Imire. Wir hatten eine Menge Spaß. Petrus und Polite bastelten Markus und mir eine Kette aus einer Wasserlilie. Richtig hübsch und wird bei Hochzeiten gemacht.
Dann mussten wir uns leider verabschieden und nahmen uns alle in Arm.
Der komplette restliche Tag nach dem Frühstück bestand aus richtigen Highlights.
Wir besuchten zuerst das Shona Village. Das war wirklich super. Genaueres beschrieb ich auch schon bei der Zusammenfassung.
Bevor wir zurück nachhause fuhren, machten wir noch zwei ganz aufregende Sachen.
Als erstes holten wir aus einem Busch eine tote Antilope ab und brachten diese zu Crispene, dem Krokodil. Er kam auch gleich aus dem Wasser und wurde sichtlich aufgeregt. Er kam bis zu unserer Mauer, keine 50 cm entfernt von uns und freute sich sichtlich auf seine Beute. Markus half beim Beineabtrennen mit der Machete. Crispene verschlang die Beine mit großem Appetit und wir hörten ordentlich die Knochen knacken. Ganz schön heftig.
Der restliche Körper der Antilope wartete auf den nächsten hungrigen Räuber. So ging es weiter zu Mambo, dem Löwen. Auch er roch sofort seine Mahlzeit. Sehr aufgeregt lief er am Zaun entlang und war sehr angriffslustig und schlug mit seiner Riesenpranke gegen den dünnen Maschendrahtzaun und wir standen ungefähr einen Meter von ihm entfernt.
Die Ranger und Mesut kletterten mit der Antilope auf eine kleine Plattform und warfen sie über den Zaun. Im Sprung schnappte sie sich Mambo und lief mit seiner Beute in sein Versteck um in Ruhe zu dinieren.
Sa. 10.02.2024
Unsere letzte Morgenaktivität war wieder wunderschön. Wir fuhren zur Wilderness Area und fanden diesmal sehr schnell die Black Rhino Gruppe. Als ob sie auf uns warteten, kamen sie gleich zu der Area, wo wir gut füttern konnten. Allerdings stellten wir fest, daß ausgerechnet das Baby Foggin fehlte. Da er noch so klein ist, kann er noch keinen Peilsender tragen. Wir machten uns alle etwas Sorgen. Bright erzählte uns, dass es vorkam, daß der Kleine zwischen Felsen steckenblieb. Zum Glück fanden sie ihn damals. Aber wir haben erstmal trotzdem die restliche Familie mit den Pellets gefüttert und gestreichelt. Immer wieder ein tolles Erlebnis. Zum Schluss meinte Bright, es wäre Zeit für eine Massage für den großen Papa Gomo. So kitzelte er ihn mit einem Stock und Gomo setzte sich auf die Hinterbeine und ließ sich von uns massieren, naja soweit man das bei der dicken Haut sagen kann. Aber er genoss es sichtlich. Sehr süß.
Dann machten wir auf die Suche nach Foggin. Wir fuhren umher und alle hielten Ausschau sowie zwei Ranger, die zu Fuß auf Spurensuche im Dickicht unterwegs waren. Nach längerer Zeit bekam Bright die Nachricht, dass die Ranger ihn fanden. Wir sahen dann Mama und Baby glücklich vereint im Busch wieder.
Als zweite und für uns allerletzte Aktivität sollte ein Bushwalk mit Vogelerkennung und wohl eine Art Test stattfinden, aber wir bekamen die Hiobsbotschaft, daß wir anderweitig gebraucht wurden. Es wird eine Waschküche im anderen Chiwawe Camp gebaut und die 4000 Ziegelsteine müssen abgeholt und transportiert werden. So sind wir nach dem Frühstück mit den drei anderen Volontären vom Chiwawe Camp gemeinsam zur Community gefahren, wo die Steine hergestellt wurden. Na das war wirklich harte und sehr staubige Arbeit. Wir bildeten mehrere Ketten und beförderten von Hand zu Hand einen Stein nach dem anderen auf den Hänger. K.O. fuhren wir dann zum Camp und mussten alles wieder entladen. In ungefähr zwei Stunden schafften wir 2000 Ziegelsteine. Das war echt gute und schnelle Arbeit.
Den Nachmittag genossen wir wieder mit einer schönen Rückenmassage von der Auszubildenden Nashae gratis, natürlich gegen Trinkgeld und einer Abkühlung im Pool. Für mich das erste Mal, da ich es ein wenig zu kühl fand.
Zwischendurch besuchte uns der Elefantenranger Petros und Markus gab ihm diverse Medikamente und erklärte und schrieb genau auf, wie sie zu verwenden sind.
So. 11.02.2024
Nach täglichen 5:30 Uhr Aufstehen, gewöhnte sich die Blase anscheinend schon daran und so konnten wir tatsächlich auch ab 6 Uhr nicht wieder einschlafen. Naja so konnten wir vor dem Frühstück um 9 Uhr schonmal ein wenig unsere Sachen sortieren, was wir wieder mitnehmen und was wir spenden.
Nach dem Frühstück machte ich mit Paul, Berit, Debbie und Eloise einen Hundespaziergang mit Simba. Das war schön und wir sahen Impalas, die auch uns beobachteten, beschäftigte Mistkäfer, die perfekte Dungbälle rollten und eine tote Babypython mitten auf dem Weg.
Nach einem schnellen Mittagessen machten wir uns beide mit den Kayaks auf. Wir wussten, dass immer am Wochenende versucht wird, die beiden Elefanten in Richtung unseres Stausees zu lenken und wenn man Glück hat, gehen sie auch schwimmen. Die Lodgegäste werden dann immer dorthin gekarrt und wir haben praktischerweise die Möglichkeit mit den Kayaks dorthin zu paddeln. Ausgerechnet heute war es relativ windig, so war es etwas anstrengend. Wir konnten uns dann an einem toten Baum im Wasser festhalten und warteten und hofften, dass die beiden auftauchen. Es dauerte ganz schön, aber dann sahen wir sie und Mak ging tatsächlich gemütlich ins Wasser. Er bespritzte sich mit seinem Rüssel und machte einen kompletten Tauchgang. Schwupps war dieser Koloss nicht mehr zu sehen. Ab und zu sah man nur seine Rüsselspitze. Wir mussten einen ordentlichen Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern einhalten, konnten aber trotzdem gut das Schauspiel genießen. Seine Matschdusche danach konnten wir nur erahnen, als wir die große Staubwolke hinter einem Busch sahen.
Nach dieser schönen Tour entspannten wir am und im Pool und klönten wie immer viel mit den anderen.
Später gingen wir mit Bev unsere Spenden durch, wohin was verteilt werden soll. Sie können hier wirklich alles gebrauchen. Von Kleidung, Brillen, Batterien, Spielsachen bis Medikamenten ist alles sehr willkommen. Praktischerweise kann man bei einigen Airlines zwei Gepäckstücke à 23 Kilo mitnehmen, so dass man gut zu Hause vorher aussortieren kann.
Am Abend grillten wir wieder aber da es etwas regnete aßen wir drinnen.
Danach saßen wir wie immer gemeinsam im Wohnzimmer, lachten viel und gründeten eine gemeinsame WhatsApp Gruppe, damit wir alle in Kontakt bleiben, uns in vielleicht den verschiedenen Ländern besuchen und uns auf dem Laufenden halten.
Wir beide packten dann erst unsere Rucksäcke und gingen traurig ins Bett.
Mo. 12.02.2024
Wir standen zur selben Zeit auf wie immer, damit wir uns von allen noch verabschieden konnten und auch genug Zeit hatten uns abfahrtbereit zu machen. Na das war natürlich ganz schön hart und so rollten doch paar Tränen von den meisten von uns. Wir haben uns alle echt richtig lieb gewonnen. Echt selten, daß man sich so gut versteht, wenn man fast 24/7 zusammen ist.
Um 7 Uhr holte uns Neton ab. Zusätzlich zu uns wurde Berit und Cullie aus dem Chiwawe Camp zum Flughafen gefahren. Cullie ist ein 24 jähriger Amerikaner, der auf Hawaii lebt und Haie fotografiert. Wir verstanden uns auch mit ihm auf Anhieb sehr gut, als wir ihn letzte Woche kennenlernten.
Nach einer zweistündigen Fahrt kamen wir am Flughafen an. Unser Flug ging von uns Dreien als letzter um 16 Uhr so daß wir 7 Stunden am Flughafen verbringen mussten. Aber wir verbrachten die Zeit gut mit einem guten Frühstück und viel Quasselei, spazierten umher und sahen uns die paar wenigen Shops an. Der Flughafen wird zur Zeit teilweise renoviert und es gibt nicht viel dort zu machen.
Als erstes hatte Berit ihren Flug, so brachten wir sie von A nach B und verabschieden uns herzlich. Das ganze dann später auch mit Cullie. Zwischendurch trafen wir wieder auf unseren Fahrer Neton, der auf die neuen Volontäre wartete. Diese lernten wir dann auch kennen. So verging die Zeit ganz gut.
Aber die ganzen Flüge standen ja erst noch an.
Pünktlich hoben wir um 16 Uhr mit einer Embraer der Kenya Airlines ab. Es war relativ bequem. Es waren immer Zweierreihen.
Die Flugzeit war zwar nur 45 Minuten aber auch diesmal gab es einen 45 minütigen Zwischenstopp in Lusaka/Sambia, wo wir an Bord bleiben konnten. Der Weiterflug bis Nairobi dauerte ungefähr zweieinhalb Stunden.
In Nairobi warteten wir ungefähr zweieinhalb Stunden auf unseren dritten und längsten Flug nach Paris. In der 787 saßen wir in einer Dreierreihe. Ich natürlich in der Mitte eingequetscht zwischen Markus und einem anderen Mann, der auch sehr groß war. Er war freundlich und versuchte sich auch nicht ganz zu breit zu machen. Aber dennoch waren die 8:40 Stunden Flugzeit nicht wirklich bequem und wir konnten auch nicht schlafen.
In Paris hatten wir ungefähr weitere 2 Stunden Aufenthalt. Gefühlte einhundert Mal ging es Treppen rauf undTreppen runter und so verging die Zeit schnell. Wir flogen schlussendlich unseren letzten Abschnitt mit einer Embraer 190 der Air France 1:10 Stunde nach Hannover und kamen um 10:50 Uhr an.
Somit waren wir insgesamt ab Abfahrt in Imire 29 Stunden unterwegs.












































































































































































































































































































































































































































































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