Zusammenfassung Aufenthalt N/a'an ku sê 2013
Freiwilligenarbeit Tierschutz im
Wildlife Center in Namibia
(Aufenthalt vom 04.02. bis 05.03.2013)
Zusammenfassung
Die Farm N/a'an ku sê:
2010 waren Angelina Jolie und Brat Pitt zu Gast und spenden seitdem auch. Aber natürlich ist die Farm weiterhin von Spendengeldern angewiesen. Genauso auch von der Arbeit der Voluntäre. Viele Mitarbeiter sind San-Buschmänner. Sie kennen sich natürlich unglaublich gut in der Natur aus und erzählen und erklären auch uns viel bei diversen Spaziergängen.
| Clever Cubs School mit Sylvie und Molly im Vordergrund |
Zu der Farm gehört auch noch die Lodge.
Vegetation:
Savanne im zentralen Hochland von Namibia.
| die typische Vegetation |
| die typischen Dornbüsche |
Die meisten Pflanzen waren verschiedene Dornbüsche durch die wir ständig gegangen sind und so auch unsere Haut entsprechend aussah. Manche Dornen waren extrem lang und manche hatten Widerhaken. Auch beim Autofahren mußten wir aufpassen, denn wir standen fast immer hinten auf dem Pickup und mußten schnell Köpfe und Arme einziehen, damit uns die Dornen nicht erwischen.
Es gab 2 Möglichkeiten, wobei man nicht undebingt Einfluß hat, welche man bekommt.
Entweder man schläft in Räumen zu Dritt oder im Zelt zu Zweit. Aber da Februar nicht Hauptsaison ist und wir eher wenig waren, haben auch viele einzeln oder zu Zweit im Raum übernachtet und die Zelte auch oft allein. Ich hatte Glück und war durchgehend allein im Zelt.
| Hauptgebäude mit den Zimmern |
| Schlafraum im Gebäude |
| mein Zelt "Steenbok" |
| Mein Zelt |
| das Vorzelt |
| mein Schlafbereich |
| mein Bad |
Die Badezimmer teilt man sich mit zwei Zelten. Mein Zelt war das Vorletzte auf der linken Seite und hatte somit auch einen etwas längeren Weg. Eine längere Zeit war das letzte Zelt gar nicht besetzt und so hatte ich das Bad für mich allein. Allerdings war es auch etwas unheimlich. Denn ich war dann immer die erste Morgens, die letzte am Abend oder die Nachts dort langging. Außer den sehr vielen giftigen Schlangen, und natürlich Spinnen oder andere Insekten, wußte ich ja auch, daß es im Park Leoparden und andere Raubtiere gibt. Man ist sich zwar ziemlich sicher, daß sie einen nicht angreifen würden. Es ist ja auch wohl noch nie passiert, aber ein etwas komisches Gefühl hat man dann doch.
| mein täglicher Weg |
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| Der Weg zum Bad |
| mein Klo |
| meine Dusche |
| Unser Pool |
Gruppen, Arbeitszeiten und Essen
Die Voluntäre kommen aus aller Welt um ihre Kraft und Freude für die Tiere einzusetzen. Während meiner Anwesenheit habe ich mit Leuten aus Dänemark, Schweden, Niederlanden, England, Portugal, Argentinien, Canada, Australien, USA und Deutschen zusammengearbeitet und Spaß gehabt. Dadurch, daß man seine Voluntärdauer zwischen 2 Wochen und 3 Monaten selbst bestimmen kann, war ein großes Kommen und Gehen angesagt. Aber durchschnittlich waren wir so 15 bis 20 Leute. In einer Hochsaison können es wohl auch mal 40 sein. Man wird in Gruppen von 5 Leuten eingeteilt und es wird ein Teamleader zugeteilt, der entweder schon länger da ist, oder schon mal da war und versucht die Neuen in der Arbeit einzuweisen.
| food prep außen |
| food prep innen |
| Max fand die Besprechung einschläfernd |
Am Samstag gibt es nach der der Mittagspause eine "Fun-Aktivität" mit Überraschungsfaktor. Das ist dann etwas wobei man mit der gesamten Gruppe Spaß hat und auch etwas lernt. Zum Beispiel haben wir mal eine Challenge gemacht. Wir mußten dann z.B. Tierschädel erkennen, Fragen zu Tiere und Natur beantworten, Peilsender mit einer Antenne aufspüren, mit Betäubungsgewehren und Giftrohren schießen und die Gewinnergruppe gewann eine Flasche Amarula.
| Giraffenabdruck |
Ein anderes Mal haben wir einen naturewalk gemacht.
Wir spazierten dann mit einem der Biologen durch die Natur und er erklärte uns viele verschiedene Tierspuren, die Pflanzenwelt, Dinge aus der Natur, die die bushmen nutzen uvm.
An Sonntagen hat man frei. Außer Morgens halfen alle beim foodprep mit, denn es muß natürlich täglich das Essen für die Tiere zubereitet werden. Den Rest des Tages kann man entweder auf der Farm bleiben und auf Max (den jüngsten Babypavian) aufpassen, am Pool liegen und relaxen. Oder man fährt mit einer Gruppe nach Windhoek in eine Mall um dort das Internet zu nutzen oder Dinge einzukaufen.
Danach geht man meißtens in Joes Restaurant, wo es ein sehr gutes Buffet gibt und vieles an die Deutsche Kolonialzeit erinnert.
Auf dem Rückweg hält man an einem schönen Souvenierladen an. Das Ganze ist zwar mal ganz nett. Aber lohnt sich auch nur für ein Mal. Wie die meisten war ich auch verwundert, daß man uns nur in der Mall absetzt und man nicht nach Windhoek reinkann. Vielleicht ist in der Vergangenheit mal was passiert, denn sie wollen die Verantwortung anscheinend nicht übernehmen, daß viele junge Voluntäre alleine in Windhoek rumlaufen. Insgesamt zahlt man ca. 35 Euro für die Fahrt nach Windhoek und das Essen im Restaurant. Ich hab das einmal gemacht.
Essen:
Frühstück gab es immer ab 7 Uhr. Es gab 6 verschiedene Ceralien, Toast, Marmelade und Erdnussbutter. Manchmal gab es auch das typisch afrikanische Milipup. Um 10.30 Uhr war muffinbreak. Jeden Tag wurden für uns frische Muffins gebacken, die sehr gut waren und immer wieder anders gefüllt oder belegt waren.
Ab 13 Uhr gab es Mittagessen. Dies bestand aus einem relativ einfachen Snack wie Wraps, Sandwiches, Würstchen u.a. Aber auch das wurde immer frisch zubereitet und warm angeboten. Es gab auch immer Obst und Gemüse.
Ab 18 Uhr gab es Abendessen, was genauso frisch zubereitet wurde und meißtens Fleisch beinhaltete. Was einigen schon etwas störte. Denn man mußte mitteilen, ob man Vegetarier ist und konnte nicht ständig wechseln.
Ab und zu gibt es auch mal Barbeque (südafrikanisch heißt das Braai). Ich hatte es nur einmal erlebt, als ein Langzeitvoluntär verabschiedet wurde. Allerdings war genau an diesem Abend ein ordentliches Gewitter und so zogen wir den Grill rein und wurden ziemlich "verraucht".
Einige fanden es insgesamt oft zu wenig und meinten auch, daß es oft nicht so super wäre das Essen. Ich kann das so nicht sagen. Ich fand es meißtens sehr gut, sehr abwechslungsreich und auch relativ gesund. Außerdem fand ich es besonders super, daß für uns gekocht wurde und immer Obst, Gemüse und Salat dabei war.Trinken konnte man den ganzen Tag Kaffee und Tee (schwarzen und Roiboos), sowie das Leitungswasser, was wirklich in Ordnung ist.
.
Essen konnten wir entweder überdacht
oder
draußen am großen Tisch, wo wir die jungen Geparden beobachten konnten und durchgehend versuchen mußten Max und Sheila abzuhalten unser Essen vom Teller zu klauen, denn sie sprangen immer auf den Tischen und Köpfen rum und jagten sich gegenseitig.
Zweimal die Woche wird für eine halbe Stunde ein kleiner Shop geöffnet, wo man Alkohol, Süßigkeiten, paar Hygieneartikel u.ä. kaufen konnte. Es gab auch einen Kühlschrank für alle.
Die Gruppen-Arbeiten
Es gab verschiedene Arbeiten, die täglich zu erledigen waren. An einem normalen Tag wechselte man die Jobs jeweils nach den Pausen und hatte somit 3 verschiedene Dinge am Tag zu tun. Da man ja in einer festen Gruppe eingeteilt war, wechselten sich die Jobs täglich ab und in einer Woche hat man dann alles mal gemacht. Natürlich kam auch hier und da mal eine Änderung dazwischen. Dazu nochmal später.
Diese Arbeiten gab es:
Project work
Das war eigentlich das anstrengendste und am wenigsten spaßigste. Aber da man es ja grad mal so zwei Stunden am Stück machte, fand ich es alles nicht so schlimm. Für viele war es teilweise schwierig, in der Hitze zu ackern. Beim project work tat man das, was zur Zeit grad anfiel und wichtig war.
die sich so wunderbar in die Haut graben.
Oder wir haben Gräben für Wasserleitungen mit Spitzhacken gegraben, da fühlte man sich ein wenig wie Strafgefangene in alten Filmen.
Im Großen und Ganzen waren diese Jobs natürlich ziemlich anstrengend aber auch relativ kurzweilig und wenn man dann ab und zu diese wunderschönen Tiere sieht, fällt alles umso leichter.
Food preperation (food prep.)
Das ist eigentlich das allerwichtigste und wird auf jedem Fall jeden Tag erledigt.
Am schönsten war dann natürlich das Verfüttern. Man ging dann alleine oder zu Zweit und teilte sich die Fütterungen.
Andere bringen das Fleisch zu Samira, die zahme Gepardin und andere zu den jungen Caracals. Die Paviane werden von den Bushmen gefüttert. Am Nachmittag muß die food prep Gruppe nochmal überall nachprüfen, ob noch genug Wasser da ist.
Diese beiden "Arbeiten" waren meine absoluten favourites. Auch wenn man hier evtl. die größeren Kratzer, Blutergüsse, abgerissene Haare abbekam. Aber das ist es allemal wert.
Am Nachmittag waren diese Spaziergänge mit den supersüßen verrückten, verspielten und tollen jüngeren Pavianen. Das Ganze lief dann so ab: Wir bekamen immer vorher ein genaueres Briefing mit den vielen Regeln, die wir unbedingt zu befolgen haben, denn ganz ungefährlich ist es nicht. Besonders nicht mit den größeren und älteren Juniors, wo der schwerste schon ca. 20 Kilo wiegt und ca. 6 Jahre ist. Mit den ausgewachsenen Pavianen gehen allerhöchstens die Chefin Marlice und einer der Bushmen spazieren. Aber alle anderen haben wahnsinnige Angst vor ihnen und man kann bei einem evtl. Ausbruch der erwachsenen Pavianen nur so schnell wie möglich sich in einem verschlossen Raum verstecken. Diese Tiere sind unglaublich gefährlich.
Nach dem Briefing geht man als Gruppe voran.
Im Hinter-grund werden
die
Paviane von einem Bushman aus dem Gehege geholt. Wir müssen dann einfach weitergehen und uns nicht groß umdrehen oder sie extrem anschauen.
Mit den Babies geht man immer zu einem recht nahegelegenen Baum, wo sie dann rumklettern und spielen können. Uns nutzen sie dann genauso als Spielbaum. Man darf da wirklich nicht zimperlich
sein.
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| das wilde Herumtollen auf uns |
Sie springen auf einen herum, albern dabei mit den anderen herum, kommen auch einfach mal zum kuscheln oder zum lausen.
Es ist zu schön, dabei zu sein und auch einfach diese tollen Tiere beim Spielen zuzusehen| sie üben immer wieder Max zu tragen |

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| gegenseitiges "Entlausen" |


Bei den Juniors geht man einen längeren Spaziergang und hält an verschiedenen Orten. Sie sind schon sehr viel ruhiger als die Babies und lassen einen oft in Ruhe. Sie kommen dann ab und zu vorbei und entlausen einen. Hier merkt man auch schon die starke Rangordnung. Und hier mußten wir um einiges vorsichtiger sein. Diese durften wir tatsächlich gar nicht oder kaum in die Augen schauen, man darf sie auch nicht einfach so anfassen und schon gar nicht festhalten oder ähnliches. Das Problem ist, daß Paviane einem evtl. mal einen Testbiss geben. Das kann bei allen Altersgruppen sein. Wobei es bei den Juniors natürlich schon um einiges doller weh tun kann. Wenn das passiert, muß man unbedingt ganz ruhig bleiben und so tun als wäre nichts passiert. Sobald man schreien oder sie wegschupsen o.ä. würde, würden sofort alle gemeinsam einen angreifen. Solche Dinge sind auch ab und zu mal passiert. Diese Voluntäre hatten dann echt große Blutergüsse und hatten in solchen Momenten wahnsinnige Angst. Hildegard und einer der Bushman konnte dann aber immer schnell helfen.
Trotz des Gefühls, daß es nicht ungefährlich ist, war es einfach immer so superschön und ich habe es geliebt!
Zwischengeschichte: Schlangen
Nicht nur Pavianen begegnet man bei diesen Baboonwalks. Bei einem unserer juniorbaboonwalks trafen wir auf diese Boomslang. Eine der gefährlichsten Giftschlangen Afrikas. Unsere Guides und natürlich die Paviane sahen sie schon von weitem und sie uns. Während unseres kompletten Aufenthalts behielten alle (die Paviane, die Schlange u. wir) uns gegenseitig im Auge. Sie blieb die ganze Zeit so im Baum sitzen.
Und damit nicht genug. Während wir da alle so im Halbkreis sitzen, hüpft auf einmal einer der Paviane erschreckt von einem Busch weg, der direkt hinter meiner Nachbarin war. Unsere Guides überprüften den Busch und siehe da: eine weitere sehr gefährliche Schlange sitzt da, die Capecobra.
| Puffotter |
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| Capecobra Baby |
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| eine harmlose Eggeater |
Also Schlangen ist man schon öfter mal begegnet und deshalb mußte man auch immer sehr vorsichtig sein und wir wurden immer wieder hingewiesen, geschlossene Schuhe zu tragen und nie im Dunkeln ohne Taschenlampe rumzulaufen. Die größte Gefahr kommt meistens von der Puffotter, da diese nie abhaut, wie eher die anderen Schlangen.
Caracalwalk
Carnivore feeding
Aber es ist supertoll zu sehen, wie z.B. die Löwen danach schnappen und uns richtig attackieren wollen. Wo sonst ist man ihnen so nah.
Man wirft z.B. eine komplette Antilope rein und alle Wilddogs umkreisen sie und zerfleischen sie in einem unglaublichem Tempo und machen unheimliche Geräusche.
Enclosure patrol
| wenn man richtig Glück hat, läuft die Leopardin ganz nah mit uns mit |
Securitydrive und bordercontrol
Beim bordercontrol fährt man tagsüber auch die Grenzen der kompletten Farm ab und überprüft ob Löcher unter den Zäunen sind und schüttet diese wieder zu. Auch hier kann man öfter Tiere nebenbei beobachten.
Animaltime
wenn genug Zeit ist, hat man das Glück auch einfach mal "animaltime" zu machen. Diese Gruppe bleibt dann auf der Farm und kann sich mit den Tieren, die sich zur Zeit dort befinden, beschäftigen.
Man kann das zwar auch machen in der Mittagspause oder wenn etwas Zeit ist, aber grad Mittags ist z.B. Samira müde und möchte nicht gestört werden. Samira ist eine 10-jährige Gepardin, die wirklich zahm ist. Wir können sie jederzeit zu Zweit besuchen und müssen dabei die Regeln einhalten. Denn auch wenn sie so lieb wirkt bleibt sie ein Raubtier. So darf man sie z.B. nicht einfach streicheln, wenn sie nicht selbst auf uns zukommt. Wir müssen auch immer eine "Stufe höher" bleiben. Also wenn sie steht, dann bleiben wir auch stehen und erst wenn sie liegt, können wir uns dazu knien. Und so einiges mehr.
Aber es ist ein unglaublich tolles Gefühl sie zu streicheln und zu bürsten. Durchgehend ist sie am Schnurren, das einem durch und durch geht und wenn sie einem so tief mit ihren orangenen glänzenden Augen anschaut, hat man das Gefühl sie kann in mich hineinschauen.
Sie leckt einen auch sehr gern mit
ihrer extrem rauen Zunge.
Wir besuchten dann auch die beiden jungen Caracals B.C. und Alex. Dort konnten wir uns in ihr Gehege setzen und sie streicheln. Obwohl nur eine es mit sich machen läßt.
Ein anderes Mal hatten wir Glück und konnten zum Haus von Marlice, wo viele Babymungos und Erdmännchen waren. Das war ein Spaß. Man setzte sich in das Gehege und überall kletterten diese süßen kleine Dinger auf einem rum.
Baboon-overnights
Es läuft so: zu meiner Zeit waren grad Sheila und Max die Kleinsten. Wenn man in dieser Nacht für einen von ihnen zuständig war, hatte man schon den ganzen Abend die Verantwortung. Sie durften dann noch beim Abendessen wie immer mit allen spielen, auf den Tischen und Köpfen rumhüpfen, ständig versuchen unser Essen vom Teller klauen und alles was Affen nun mal gern machen. Dann gab man die letzte Flasche Milch.
Dann schnappte man ihn sich, meistens schrien sie dann rum, wie halt kleine Kinder, die nicht ins Bett wollen. Allerdings schreien sie wirklich herzzerreißend und es ist nicht immer einfach sie festzuhalten.
Dann geht man mit ihnen gemeinsam unter die Dusche! Sie klammern sich dann richtig am Körper fest und lassen dann mit zusammengekniffenen Augen das Shampoonieren über sich ergehen. Dann versucht man sie abzutrocknen und dann kommt das Komplizierteste: Die Windel. Max, der noch sehr klein war, bekam sogar zwei verpasst. Man muß dann ein Loch für den Schwanz in die richtige Stelle schneiden und dann versuchen die Windeln umzumachen. Ja, aber das erfordert viel Zeit und Nerven. Denn, wie man sich vorstellen kann, kann man ihn nicht wie ein Baby auf einen Tisch legen. Nein, sie hüpfen einen ständig weg. Naja umso öfter man mit ihnen übernachtet hat, ging es auch immer einfacher.
Mal kitzeln sie einen die Füße, dann liegen sie direkt auf meinem Gesicht usw. Nur vor und nach dem Schlafen bauen sie natürlich wie immer Mist und inspizieren komplett das Zelt und versuchen alles kaputt zu machen
.
War eine ziemlich eklige Nacht, aber trotzdem hab ich mir so oft es ging einen kleinen Pavian zum Übernachten geholt!
Game count:
Besonderheiten:
Außer den normalen Tätigkeiten gibt es immer mal wieder Besonderheiten. Ich hatte Glück, denn manchmal konnten nur 4 Leute dabei sein und dann wurde es ausgelost. Ich war gleich zwei Mal dabei.
Einmal sind wir zu einem Farmer gefahren, der Naankuse anrief, weil er zwei junge Geparden eingefangen hat. Das mit dem Tierschutz ist ein großes Problem in Namibia. Den Farmern ist es gesetzlich erlaubt, Raubtiere zu erschießen. Wenn sie ein Tier auf ihrer Farm sehen, erschießen sie es oft, da sie Angst um ihr Vieh haben. Das ist allerdings meistens unnötig. Aber es wird versucht mit den Farmern zu arbeiten, damit sie uns wenigstens anrufen und wir dann die Chance bekommen, das Tier zu betäuben, mit Sender auszustatten und woanders hinzubringen.
In diesem Fall hat der Farmer von einer Art "Versehen" gesprochen, daß er die Gepardenmutter erschossen hat und dann erst gesehen hat, daß dort noch zwei ganz junge sind. Diese hat er dann eingefangen und in einen Käfig gesperrt. Sie waren vielleicht ca. 4 Monate alt und so niedlich, aber schrecklich verängstigt. Die Nasen waren blutig, weil sie immer gegen des Gitter geschlagen sind. Es brach einem fast das Herz, wie sie uns mit diesen riesigen Augen ängstlich ansahen. Es fällt einem natürlich schon schwer zu diesem Farmer auch noch nett zu sein. Wir haben sie dann mitgenommen und Göran hat sich liebevoll um sie gekümmert. Aber es erforderte viel Zeit, daß sie zutraulicher wurden. Leider wird man diese Tiere nie mehr freilassen können, da sie zu jung waren und an Menschen gewöhnt sind. Aber sie haben es hier trotz Gefangenschaft sehr gut und sie kamen zu Doa und Kiara, die anderen beiden jungen Geparden. Die beiden Jungen wurden Arrow und Shadow getauft.
Ein anderes Mal sind wir nach Neuras gefahren. Was ziemlich weit weg liegt. Dort war es genauso, wie ich vorhin beschrieben habe. Ein Farmer rief uns an um einen Leoparden wegzuholen.
Weitere Besonderheiten sind z.B. Operationen.
Wir konnten bei einer Vasektomie eines Geparden zusehen. Denn in Namibia ist es gesetzlich nicht erlaubt Raubtiere in Gefangenschaft zu züchten.
Und sonst waren öfter mal Dinge, wie auch Betäuben von Geparden, die in ein anderes Gehege sollen u.v.m.
Tagesberichte
Tag 17 - Welcome to Namibia
Montag, 4. Februar 2013
Der Wecker ging um 3:00 Uhr morgens nach eineinhalb Stunden Schlaf an. Ich wollte alles mögliche noch im Internet machen, solange es noch möglich war. Taxi kam pünktlich um 4:00 und ich verabschiedete mich von Susan aus Kapstadt. Der Flughafen war noch sehr ruhig und ich bekam sofort einen Sitzplatz zugewiesen. Mit ca. 20 min Verspätung ging es los und wir flogen mit einem A319 der Air Namibia ca. 1:45 Std und kamen überpünktlich an. Den Flug genoss ich in der Businessclass mit einer tollen Aussicht auf den Tafelberg und Namibia und ohne Schlaf, weil es zu aufregend war. Der Airport Windhoek ist total klein und man fühlt sich bereits in der Wüste. Das Warten an der Paßkontrolle dauerte eine halbe Ewigkeit. Man erwartete mich auch gleich.
Wir fuhren ca. 40 min durch eine komplett andere Gegend. Sehr trockene weite Steppe. Das erste Verkehrsschild war "Vorsicht Warzenschweine" und auch eine Antilopenleiche hing in einem Zaun. Total aufgeregt kam ich in der Farm an und traf auch sofort auf andere Volunteere. Es sind grad so ca. 15 Volunteere da, mehrere deutschsprachige aber auch aus England, Australien, Dänemark und Schweden. Susan brachte mich dann zum fast abgelegensten Zelt, wo ich die erste Woche allein war. Genauso hab ich's erhofft. Dann zeigte sie mir alles. Es ist total irre. Als erstes sah ich gleich ein Babypavian, das von den Volunteers bespaßt wurde. Ich konnte es auch gleich streicheln. Soooo süß... Es ist ganz weich und hat schon etwas scharfe Zähne. Dann können wir jederzeit zu Zweit in das Gehege eines zahmen Geparden. Und auch in ein anderes Gehege, aber da nur mit einer bestimmten Person. Dann gibt es drei riesige Gehege mit Babypavianen, Juniors und Erwachsenen und ein Gehäge mit Meerkatzen, aber die sollte man nicht anfaßen, die beißen. Dann gibt es noch ein großes Gehege mit lauter Vögeln wie Enten und Gänsen. Ein kleines Stück weiter sind dann die Löwen und Leoparden untergebracht, aber die hat sie mir noch nicht gezeigt. Außerdem läuft hier ein Warzenschwein und ein Schakal frei rum. Zusätzlich gibt es noch eine Klinik und eine kleine Schule auf dem Gelände, wo die Kinder gerade sangen. Man kann sich eintragen, wenn man mal ein Tag die Schule besuchen möchte.
Mein Zelt ist schon cool. Alles wirklich sehr basic, aber irgendwie nett und aufregend. Es besteht aus 2 Teilen und das "Schlafzimmer" hat nochmal extra Netze und so wie es aussieht, sind diese auch dicht. Man kann auch im Zelt stehen und es gibt sogar doch eine kleine Lampe im Vorzelt. Betten sind sauber bezogen und auch ein Handtuch ist da. Die Toilette und die Dusche sind in einem kleinen Häuschen, was ich mir mit 3 anderen teile und ist relativ nah an meinem Zelt. Auch das ist alles sehr sehr basic, aber es ist alles da, was man braucht. Abends gibt es auch heißes Wasser. Zu Essen gibt es anscheinend Frühstück gegen 8 Uhr, Muffinbreak um 10:30 Uhr, Mittag um 13 Uhr und Abendessen um 18 Uhr und alles wird frisch für uns zubereitet und soll sehr gut sein. Nach dem Rundgang gesellte ich mich kurz zu dem Babypavian "Leihmama" und konnte gar nicht aufhören, das süße Ding zu beobachten. Da ich heute erstmal machen kann was ich will, bin ich erstmal zurück zum Zelt, grüßte kurz den Geparden, der grad mit seinem Futter beschäftigt war und diese tiefen knurrenden Geräusche von sich gab. Dann begutachtete ich mein Zelt, richtete mich etwas ein und setzte mich davor. Während ich den Blog schrieb wurde ich durchgehend vom Blöken der ganzen Farmtiere begleitet.
Dann spazierte ich rum und war ganz begeistert. Überall sind Tiere, allerdings auch viele große Spinnennetze zwischen den Bäumen mit vielen Spinnen drin. Man muß also immer nach oben gucken wegen den Netzen und nach unten wegen der Schlangen und Skorpionen. Jedenfalls ist es so toll hier. Erst beobachtete ich die ausgeflippten Meerkatzen. Dann ging ich zu den "Babypavianen", die allerdings teilweise schon ganz schön groß sind und wir spielten gegenseitig mit unseren Fingern durch den Käfig. Die sehen sowas von menschlich aus... Dann kam ich an der Schule vorbei, wo auch grad die Kinder rausliefen, da saß direkt davor eine Antilope seelenruhig. Ich ging ganz vorsichtig in ihre Nähe und konnte sie sogar streicheln. Später erfuhr ich, die läuft hier immer so rum wie ein Hund. Gleichzeitig kam ein Erdmännchen und machte es sich auf meinem Fuß bequem. Also ich krieg mein Dauergrinsen gar nicht weg. Später sah ich eine Gruppe im Gehege von Samira, die ausgewachsene zahme Gepardin.
Ich blieb draußen, weil wohl nicht zu viele gleichzeitig rein sollten. Aber man kann tatsächlich jederzeit zu Zweit da reinmarschieren. Ich beobachtete wie sie auf die Personen zuging und sich wie eine Schmusekatze streicheln lässt. Dann kam sie zu mir und ich streichelte sie auch etwas durch den Zaun und hörte ihren tiefvibrierendem Gnurren zu. So toll!
Danach gingen wir zu fünft mit einem Guide in das Gehege mit zwei jungen Geparden, diese sind aber nicht sehr zutraulich, man muß da zur Sicherheit etwas weiter wegbleiben.
Aber sie sind auch sowas von süß und laufen einem Ball hinterher, aber zeigen auch mal die Zähne.
Dann konnten wir uns in das Gehege der jungen Caracals (Wüstenluchse)
setzen. Sehr hübsche Tiere. Die eine (Alex) kam auch immer mal an, aber der andere (B.C.) fauchte heftig. Danach bin ich erstmal zum Zelt zurück, da es sich nach Gewitter anhörte.
Achja außerdem hatten wir heute Wasser- und Stromausfall. Sie hatten das schon mal für 3 Tage. Wasser zu trinken bekommen wir dann von der Pumpe. Aber sonst nix! So stinken wir alle gemeinsam. Am Abend war alles wieder da. Beim Abendessen saßen wir alle an dem großen Tisch zusammen. Allerdings hab ich mit wenig unterhalten und war aber auch sowas von müde. So bin ich dann auch gegen 19:30 zum Zelt, weil ich ganz gern die erste Nacht noch alles im Hellen erledigen wollte. Mit Toilettengang und im Zelt fertigmachen. War doch erstmal etwas unheimlich. Und überall diese fremden Geräusche. Aber es war dann eine sehr angenehme Nacht und da es Nachts nur so 18 Grad sind, war es angenehm kühl.
05.02. - Der erste Arbeitstag
So, heute ist mein erster richtiger Arbeitstag und langsam steige ich hier auch so durch, was hier so los ist ;-) Vielleicht erstmal so zu den ganzen Tagesabläufen:
Ab 7 Uhr gibt es Frühstück. Um 8 Uhr ist immer Treffen. Dort wird evtl. zu bestimmten Aufgaben noch was gesagt. Man wird für eine Woche jeweils in eine Gruppe eingeteilt und die Aufgaben wechseln täglich. Dann gehen alle ihrer Arbeit nach. Um 11 Uhr ist Muffinzeit, um 13 Uhr gibt es Mittag und um 18 Uhr Abendessen. Zwischendurch immer Arbeit. Nur Sonntags ist mehr oder weniger frei. Super ist auch der Service. Es wird für einen gekocht und es ist ganz frisch, lecker und gesund. Auch Abwaschen muß man nicht und Wäsche wird auch gratis gemacht.
Für mich startete meine Arbeit mit "Projectwork". Da gibt es auch verschiedene Aufgaben. Diesmal mussten wir das Gras am elektrischen Zaun der Leoparden entfernen, da wenn das Gras den Zaun so stark berührt, ist die Spannung nicht mehr so stark. Man schlägt dann mit einer Schaufel das Gras weg. Ich hab es hauptsächlich dann mit der Harke weggekehrt. Vormittags war es etwas bewölkt, aber nach der Muffinpause nicht mehr und so war es in der zweiten Arbeitshälfte noch anstrengender. Aber es soll zum Glück eines von den anstrengendsten Aufgaben gewesen sein. War schon nicht ohne. Aber superklasse war es, als die beiden Leoparden zu uns kamen. Allerdings sind diese so gefährlich, daß immer ein Person Wache stehen muß und uns warnt, sobald ein Leopard in die Nähe kommt. Dann müssen wir sofort aufhören und uns ca. 2 meter vom Zaun entfernen. Denn sie können schnell durch den Zaun nach einem greifen. Somit hatte der erste Teil viele Pausen, aber dafür konnte man diese wunderschönen Tiere aus der Nähe beobachten. Da sie überhaupt nicht gehen wollten, sind wir zu einem anderen Punkt gefahren. In dem Gehege war ein nicht so neugieriger Leopard.
Am Nachmittag hatten wir Neuankömmlinge eine eineinhalbstündige Einweisung. War sehr sehr interessant. Viel über diese Farm, Sicherheitshinweise und alles mögliche. Alle Tiere, die hier leben, sind Waisenkinder und wurden gerettet. Man versucht sie so gut wie es geht auszuwildern. Andere, wo das auswildern nicht geklappt hat, leben hier. 2010 waren hier Angelina Jolie und Brad Pitt und sponsern die Farm. Es wird hier wahnsinnig viel gemacht für die Tiere und ist wirklich super.
Die Schlangen, die er uns zeigte, hatte er hier auf der Farm gefunden, die Puffotter heute morgen, die anderen beiden, die noch Babies waren letzte Woche. Er läßt sie aber auch wieder weiter weg frei.
Nach dem Abendessen bin ich auch schon bald zurück zum Zelt, Blog geschrieben und früh ins Bett.
Was ich noch erwähnen wollte ist, wie man hier so lebt:
Man verschmilzt hier geradezu mit der Tierwelt. Das ist bestimmt nicht für jedermann was. Aber ich find's toll. Auf den Tischen springen die beiden Babypaviane rum, versuchen was vom Teller zu klauen, springen auf die Köpfe und nehmen einen in den Arm wie ein Baby. Dann läuft andauernd das Warzenschwein Peggy Sue in der Küche und überall rum und legt sich in die Schränke. Manchmal kniet sie sich auch mal auf die Bank neben einen. Unglaublich. Oder die zahme Antilope, die hier überall rumläuft und unter dem Tisch liegt. Oder die verrückten Erdmännchen, wo sich der eine auf mein Fuß gelegt hat, ein Schakal usw. Super. Und man ist halt auch ständig komplett dreckig.
06.02 - Dornenbüsche, Pavianwalk & Baby Max
Heute war unsere Gruppe mit Foodpreperation dran. Das ist gar nicht so schlecht. Man zerkleinert wahnsinnig viele Orangen und mixt verschiedene Breie zusammen. Alles ganz genau nach Liste. Die riesigen Tierkadaver zerkleinern die Mitarbeiter. Danach füttert man auch die Tiere z.B. Babywarzenschweine, Mäuse und Ratten, die diversen Vögel, den einen Geparden, die Meerkatzen usw.
Dann war auch schon wieder Muffinzeit. Danach war unsere Aufgabe nicht so doll. Wir mussten riesige Dornbuschäste wegtragen. Hier haben eh fast alle Büsche Dornen. Überall bleibt man hängen und besonders bei dieser Aufgabe war es echt nervig und schmerzhaft. Die ersten dolleren Kratzer hab ich heute mitgenommen.
Nach dem Mittag kam das Highlight: Der Babybaboonwalk!!! Das war wirklich ein ganz tolles Erlebnis, aber auch ganz schön heftig. Diese Babypaviane sind schon ganz schön groß und schwer. Man würde auf den ersten Blick nicht denken, daß das noch Babies sind. Aber sie verhalten sich so, in dem sie wie wahnsinnig rumspielen. Das macht diesen Spaziergang auch ziemlich anstrengend, aber auch total spassig. Am Anfang, wenn sie aus dem Käfig gelassen werden, rennen sie wie verrückt und springen einem auf die Schulter. Boah, das erste Mal ist schon ganz schön erschreckend. Sie benutzen einen als Spielwiese oder Baum und sind nicht zimperlich. Nach einem kurzen Weg setzten wir uns in einem Halbkreis auf den Boden vor einem Baum und ließen sie spielen. Es ist unglaublich. Sie springen auf einen rum. Manchmal hat man bis zu vier Paviane auf einmal auf einem drauf, albern miteinander auf einem rum, klettern auf den Baum und suchen einem den Kopf oder andere Teile nach Läusen ab und es ist ihnen alles egal. Sie kommen auch ganz oft einfach nur zum schmusen und drücken einen wie ein Baby, besonders wenn man diese Schmatzgeräusche macht, wie sie es machen. Dann gucken sie einen ganz tief an, kommen an den Mund ran, fummeln im Gesicht, in den Ohren und küssen einen. Es ist wirklich ganz süß. Sie sind sowas von menschlich. Aber so manchesmal kann es wirklich weh tun.
Wenn sie miteinander rumalbern kann es mal im Eifer des Gefechts passieren, daß sie einen auch ziemlich beissen. Das tut wirklich weh. Natürlich war ich wieder Kandidat und einer biss mir in den Oberschenkel. Es ist dann schon so, daß man den Abdruck sieht und auch ein blauer Fleck entsteht. Dann war ich noch Kandidat als einer hoch vom Baum voll auf meinen Kopf sprang. Ich hab es natürlich vorher nicht gesehen. Oh, das war heftig. Als ob man von weit oben einen Medizinball auf dem Kopf geworfen bekommt. Aber es war ein ganzen tolles Erlebnis und außerdem stinken sie kaum, nur ist man natürlich superdreckig danach. Aber das ist ja hier der Normalzustand.
Danach mussten wir nochmal die Tiere füttern, die zweimal am Tag was bekommen. Aber einer mußte sich dann um Max kümmern (den kleinsten Babypavian) und das war ich diesmal. Das ist einfach schön, aber auch nicht immer einfach. Aber man lernt auch immer besser den Umgang mit ihm. Er schlief zwischendurch mit Flasche im Mund auf dem Tisch ein. Er ist soooo süß.
Um 17:30 gab es wieder eine Präsentation. Diesmal ging es um Neuras. Das ist ein anderes Conservation Gebiet von der Naan ku se foundation. Man kann für 150 € mal eine Woche da mitmachen. Das Gebiet ist 8 mal so groß wie hier und ist fast komplett Wildnis. Dort wird noch viel mit Wanderungen unternommen. Außerdem ist es eine kleine Weinfarm (das trockenste Weingebiet der Welt) und der Wein kostet pro Flasche ca. 25 Euro. Es wird alles ohne Maschinen vergestellt. Jedenfalls hört sich das ganze schon toll an. Vielleicht mach ich das mal ab der nächsten Woche. Mal sehen.
Zum Abendessen war heute Braii (südafrikanisch Barbeque) und auch geöffnete Bar, da ein Mitarbeiter morgen aufhört und zurück nach England geht. Allerdings war natürlich ausgerechnet das erste Gewitter mit viel Regen, sodass sie den Grill reinbrachten. Aber es war wahnsinnig unangenehm mit dem Rauch und so richtig spassig war es letztendlich auch nicht. Dann bin ich heute das erste Mal im Dunkeln zurück zum Zelt. Schon etwas unheimlich...
07.02. Caracal-Walk, Juniorbaboon-Walk & Geparden microchipen
Ein angenehmes Frühstück wieder mit den beiden Babypavianen. Mit Pipi auf'm Rücken, Kacka auf'm Unterschenkel und Kaffee auf'm Schoß.
Als erste Aktivität war heute der Caracal-Walk. Wir nahmen den Wüstenluchs Medusa mit auf unseren Spaziergang. Auch das wird täglich gemacht, damit sie immer was von der Natur mitbekommen. War schön. Auch diesen kann man streicheln und er buckert sich auch manchmal an, schnüffelt im Busch rum, versucht sich in der Jagd und vergnügt sich. Auch interessant waren die Erzählungen von unserem Guide. Bei den verschiedenen Walks hat man immer einen Guide dabei, die echte Bushmen sind und sich unglaublich gut auskennen, wie z.B. im Spurenlesen. Auf dem Rückweg sahen wir von weitem wilde Pferde und unser Auto wurde von einem Esel und einem Zebra beschnuppert, die recht zutraulich waren.
Nach der Muffinpause war der Juniorbaboon-Walk. Allerdings sind das gar nicht alle mehr Juniors. Die Herde wird nur so genannt. Das Ganze war dann schon etwas aufregender, denn die Babypaviane gestern waren ja schon ganz schön heftig. Und diesmal bekamen wir genauere Verhaltensregeln, denn diese sind nicht mehr so ungefährlich. Man sollte ihnen z. B. nicht zulange in die Augen schauen oder vielleicht sogar noch die Augenbrauen hochziehen. Das könnte heißen, man möchte sie herausfordern. Auch sie springen uns einfach mal auf die Schulter. Die sind natürlich noch schwerer und da sollte man sie nicht groß anfassen und einfach alles mit sich machen lassen. Falls sie einem mal einen "Testbiss" geben sollten, soll man sich unbedingt zusammenreissen und tun als wär nichts geschehen. Naja, das alles machte es schon etwas aufregender. Allerdings sind die nicht mehr so verrückt wie die Babies und bleiben meiste Zeit unten und springen mehr auf den Bäumen rum. Mir sprang 2 mal einer auf die Schulter. Boah, die sind echt schwer und auch diesmal haben wir längere Zeit auf einen Platz gesessen. Dann kam ab und zu ein einzelner und "entlauste" uns oder leckte an unserer Haut. Aber auch da sollte man nicht allzu dollen Augenkontakt halten. Aber sind echt sowas von süß und tolle Tiere!
Nach dem Mittagessen war heute mal was ganz besonderes, was nicht immer passiert. Es muß nämlich ein Gepard "gemikrochiped" und in ein anderes Gehege gebracht werden!!!
Der Besitzer der Farm Rudi van Vuuren gab uns erstmal eine genaue Präsentation über das Betäubungsgewehr und über die Medikationen. War superinteressant. Normalerweise können die Voluntiere auch damit mal schiessen üben. Aber da heute wirklich was zu tun war, entfiel das. Am Gehege machte er das Gewehr fertig und sie gingen zu Dritt rein. Es ist dort ein relativ junger, weiblicher und mit ca. 20 kg leichter, Gepard. Sie soll dann in ein Gehege mit zwei männlichen gebracht werden und dann wird geguckt, ob sie sich verstehen und dann kommen sie in einen Park für Touristen. Diese Geparden kann man leider nicht mehr in die Wildnis lassen. Die meisten wurden illegal als Haustier gehalten, aber man kann sie nie zu 100% zähmen. Er erklärte uns, die allereinzige Möglichkeit wäre, wenn ein Gepard geboren wird, muß als Erstes Dich sehen. So sind diese nur halb zahm, halb wild und es bleibt nichts anderes als ein Gehege übrig. Aber sie haben es hier auf Na'an ku se schon sehr gut.
Jedenfalls warteten wir außerhalb. Aber nach längerer Zeit teilten sie uns mit, daß sie den Geparden nicht mehr richtig finden können und unsere gesamte Hilfe brauchten. So gingen wir alle rein. Wir sollten eine lange Reihe bilden und damit versuchen, sie in die Richtung von Rudie zu treiben. Aber es war nicht einfach und so entwischte sie uns trotzdem. Zweimal ist sie direkt an meiner Nase mit einer unglaublichen Geschwindigkeit vorbeigerast. Schon etwas unheimlich und beeindruckend. Nach langer Zeit haben wir es tatsächlich geschafft, sie in seine Richtung zu bringen und er traf sie dann auch. Das konnten wir allerdings nicht sehen. Von da an mussten wir eine halbe Ewigkeit ruhig an der Stelle verharren und warten bis sie umfällt. Das wurde dann schon etwas langweilig. Irgendwann, als sie dann sicher waren, daß sie bewusstlos ist, hat er sie raus zum Tragekäfig getragen. Ihre Augen wurden verdeckt und sie bekam Ohrenstöpsel, da sie nur in einer Art Dämmerschlaf war. Sie wurde auf den Käfig gelegt und dort wurde ihre Temperatur, ihr Puls und ihre Atmung immer wieder gemessen. Dann wurde der Chip ganz schnell mit einer Art Nadel in die Schulter gesetzt. Danach wurde sie zur Kühlung komplett nass gemacht und in den Käfig gelegt. Wir brachten sie dann mit dem Käfig in das andere Gehege und er gab ihr die Gegenmedikation. Wir warteten bis sie mit den Augen blinzelte und den Ohren wackelte und sobald sie den Kopf leicht anhob, konnten wir fahren. Sie bleibt die nächsten 3 Tage in dem kleinen Käfig und wir werden rotieren und immer nachprüfen, ob die 3 sich akzeptieren.
Ja das war echt eine interessante Erfahrung.
Vor, während und nach dem Abendessen war wieder Gewitter mit viel Regen und es kühlte sich auch ganz schön ab. So daß mir das erste Mal etwas frisch im Bett war. (17 Grad).
08.02. - Raubtierfütterung, Überraschung & eine Rettungsaktion
Die Vormittagsarbeit war heute die ganzen Zäune der Raubtiere (Geparden, Wildhunde, Leoparden, Löwen, Caracals und Hyänen) zu überprüfen ob z.B. genug Strom drauf ist. Man muß sich das allerdings nicht wie im Zoo vorstellen, sondern die Gehege sind riesengroß, so daß man die meisten Tiere selten zu Gesicht bekommt. Wir sind das Ganze strammen Schrittes abgelaufen und brauchten ca. 1:45 Std. und das in der prallen Sonne, ist nicht ganz unanstrengend.
Nach dem Muffinbreak kam die Raubierfütterung. Das ist richtig cool. Man fährt die ganzen Gehege ab und bringt die teilweise riesigen blutigen Fleischstücke z.B. von Pferde- und Esel-Kadavern mit. Gleich beim ersten Geparden konnte ich mit reingehen und brachte den riesigen, sehr blutigen, haarigen Eselnacken mit. Da dieser Gepard einer ist, der sich nicht sofort blicken lässt, hab ich das Stück zur Wassertränke gelegt. Beim zweiten war ich auch wieder dabei. Sonst haben wir bei den wartenden Tieren das Fleisch über den Zaun geworfen. Das ist echt richtig toll, weil sie dann knurrend und aufgeregt warten. Grad mal einen Meter von einem entfernt und dann manchmal das Fleisch springend fangen. Vorallem war es toll, die Löwen mal so nah zu erleben.
Nach dem Mittagessen gab es eine Überraschung!!! Sie sagten uns, daß sie eine Mitteilung bekommen haben, daß 2 Geparden gerettet werden müssen. Aber man weiß nichts genaues z. B. ob es Waisenkinder sind oder ob sie verletzt sind. Nur das die Farm, wo sie sind, 70 km entfernt ist. Sowas passiert natürlich nicht alle Tage. Sie brauchten 4 Volunteere dafür und da es natürlich alle machen wollen, wurde ausgelost und siehe da...Ich war dabei!!!
So fuhren wir ausgestattet mit Käfig zu dieser Farm. Es begrüßte uns ein scheinbar sehr freundlicher älterer weißer Mann. Aber schnell stellte sich das Furchtbare heraus. Er hat die Mutter erschossen und die beiden ca. 3 Monate alten Jungen blieben übrig. Er hat natürlich bißchen was anderes erzählt, aber gab schon mehr oder weniger zu, was er für einer ist. Sein Mitarbeiter erzählte aber unserem Mitarbeiter die ganze Wahrheit. Der Farmer betreibt Trophäenjagd. Er meinte aber, es gäbe ja so viele Geparden hier, die andauernd seine Springböcke reißen würden. Alles totaler Quatsch. Ist hier jetzt etwas zu lang um auf die genauen Hintergründe einzugehen. Er tat jedenfalls so, als wär er eigentlich voll der Gute. Wir erfuhren dann auch noch, daß er die beiden auch einfach so erschießen wollte. Nur sein Mitarbeiter hielt ihn davon ab und schlug N/a'an ku se vor. Wir haben die beiden armen, verängstigten, aufgeregten und unglaublich süßen Tiere dann von seinem Käfig in unseren umgesiedelt. Er hatte die beiden kleinen schon seit Sonntag in dem kleinen Käfig gehalten und erzählte uns voller Stolz, daß er ihnen was zu essen und Wasser gab. Auf der Rückfahrt waren wir vier schon ganz schön bedrückt. Aber die Hoffnung, daß man sie noch auswildern lassen kann und wir den beiden wenigsten helfen konnten, überwog. Aber zurück wurde uns gesagt, daß das sehr unwahrscheinlich ist. Sie wollten es versuchen, aber es gibt kaum eine Chance, da sie jetzt noch viel zu jung sind. Nach einem Jahr haben sie schon zu viel Menschen gesehen und selbst die Autofahrt hat das auswildern fast unmöglich gemacht. So würden sie z.B. wenn sie später mal ein Auto sehen, nicht grad weglaufen und dann würden sie wiederum von Jägern erschossen werden. Also werden sie wohl ihr ganzes Leben in Gefangenschaft verbringen müssen. Natürlich haben sie es mit N/a'an ku se gut getroffen. Vielleicht klappt es, sie in einen anderen Nationalpark unterzubringen.
Die ganze Sache hat uns schon ziemlich traurig gemacht und so saßen wir zum Abendessen erst etwas bedrückt da. Später war es aber dann noch ganz nett und ich hab mich ganz gut mit mehreren noch unterhalten.
Sa. 09.02. - Babymongoose, Challenge & Samira
Heute ist Samstag und da wird nicht ganz so viel anstrengendes gearbeitet. So haben wir nur vor der ersten Pause normale Arbeit verrichtet und die wichtigsten Sachen z.B. food prep. erledigt, für das ich eingeteilt war. Aber in einer anderen Gruppe als bisher. Das ist für mich immer noch etwas durcheinander. Bin mir oft noch nicht so sicher, welches Tier wie und was zubereitet bekommt. Aber es sind immer welche dabei, die bescheid wissen.Hab z.B. heute die Gänse und Enten gefüttert. Darunter auch eine Gans, die blind ist. Ihre Augen wurden von den Pfauen ausgestochen. Man muß sie dann zum Futter tragen, damit sie bescheid weiß!!!
| Babyerdmännchen & Babymungo |
Nach der ersten Pause wurden wir gefragt ob wir lieber Carnivorefeeding (dass ist das, wo man die Fleischstücke zu den ganzen Raubieren über den Zaun wirft) oder Animaltime. Ich find zwar beides toll, entschied mich aber für das zweite, da ich das andere schon öfter gemacht habe. Wir sind dann erstmal zu Samira gegangen, die erwachsene zahme Gepardin. Aber auch diesmal hatte ich kein Glück. Wenn sie nicht von alleine auf ein zukommt, soll man sie in Ruhe lassen. Dann sind wir zu dem Haus von den Besitzern N/a'an ku ses gegangen und das war einfach klasse. In einem kleinen Gehege waren ca. 6 Babymungos und ein Babyerdmännchen, sowie 2 Babykatzen. Wir konnten uns reinsetzen und mit ihnen spielen. Sowas süßes!!! Überall krabbelten diese Minitierchen auf einem rum und kitzelten uns mit ihren langen Nägeln und das Erdmännchen versuchte ständig sich in unsere Haut zu graben. Wirklich niedlich. Sie hingen in unseren Haaren oder bei einer Kollegin schliefen gleich 3 unter ihrem Hut ein. Hat echt Spaß gemacht.
| Babymungo |
| Einfach süss... |
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| Babymungo wird von Marlice gefüttert |
| Invasion der Babymungos |
Nach dem Mittag fütterten wir noch ein paar Tiere und dann war Zeit für die Überraschung. Immer am Samstag Nachmittag planen sie eine kleine Überraschungsaktivität für uns. Was etwas Spaß machen soll und wobei man auch was lernen kann.
So gab es heute eine Challenge mit 3 Gruppen. Jede Gruppe mußte 3 verschiedene Aufgaben meistern. Als erstes hatten wir das "radiotracking". Wir sollten dann mit diesen großen Funksender und dem sich verstärkenden Piepton ein verstecktes Halsband ausfindig machen. Es ist aber nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Unsere Gruppe war dann die schnellste. Als nächstes sind wir in den foodprep. Raum. Dort waren 20 verschiedene Tierschädel oder Schlangenhäute, Federn, Hörner u.ä. ausgelegt. Wir sollten versuchen, die passenden Tiere zu identifizieren. Teilweise einfach, teilweise schwer und wir mussten auch viele Fragen beantworten. Vieles sollte man wissen, wenn man ihm bei seinen Erzählungen gut zugehört hat. War aber echt nicht einfach. Danach kam das Spaßigste. Wir sollten mit diesen traditionellen Pusterohren auf eine Dartscheibe "pusten". Ich war die erste. Ich fand es zwar einfacher als ich dachte, hab aber von den 5 Malen bloß einmal die Scheibe überhaupt getroffen. Die anderen waren wohl manche besser, manche schlechter. Hab nicht so viel davon mitbekommen, da ich in der Zwischenzeit auf den kleines Maximus aufpasste und er mir überhaupt keine Ruhe ließ. Dann konnten wir mit dem "Luftgewehr" schießen. Mit dem wir letztens Rudie, den Geparden, betäubt hatten. Wir hatten jeder 3 Schüsse. Ich wieder als Erste und siehe da, 3 mal ins Schwarze getroffen!!!
| Radíotracking bei der Challenge |
| Was ist was? |
| Ein Pavianschädel |
| Mit dem Pusterohr schiessen |
Und ein superschöner Abschluss eines sehr schönen Tages.
Ach außerdem brachten wir heute Vormittag die beiden kleinen Geparden zu den anderen beiden ca. 8 Monate alten Geparden. Der Käfig blieb den ganzen Tag zu, damit sie sich erstmal so kennen lernen können. Am Abend wurde dann der kleine Käfig geöffnet. Wir konnten nicht so viel beobachten. Aber er meinte, dass sieht ganz gut aus. Also werden die 4 wohl gemeinsam und relativ glücklich aufwachsen können.
10.02.
Sonntag = Freier Tag. Paar müssen trotzdem morgens foodprep. machen, Tiere kennen kein frei natürlich. Aber sonst kann man sich aussuchen ob man einfach hier bleibt, oder einen Tag für 190 Rand in der Lodge (mit gutem Mittagessen, schönen Pool u.Wifi) verbringen will oder wie ich es gemacht habe nach Windhoek für 150 Rand (ca. 13 €) in eine Mall gebracht zu werden um dort entweder was einzukaufen oder Internetcafe o.ä. Allerdings hatte ich damals gedacht, als ich bezahlt habe, daß man direkt nach Windhoek gebracht wird. Und das fänd ich eigentlich schon mal ganz interessant. Aber die meinen aus Sicherheitsgründen lassen die einen nur in die Mall. Naja viele sind halt grad mal 18 oder so und wurden das erste Mal in die große weite Welt geschickt, vielleicht ist auch in der Vergangenheit mal was passiert. Egal, jedenfalls war natürlich kein Internet da, das erfuhr ich nachdem ich nach einer halben Ewigkeit überhaupt das Internetcafe gefunden habe und bin dann zum Restaurant Mugg & Bean für das Wifi und trank einen großen Eiscafe. Ich verbrachte 2 1/2 Std. damit den Blog freizugeben und Markus versuchte zuhause mir zu helfen. Wir kommunizierten durch WhatsApp. Das Internet lief zwar gut, aber es klappte nicht. Mit 1000 Tricks u.a. versuchte ich irgendwie was zu senden, aber es klappte bloß der letzte Tag. Dumm war auch, daß ich meine Mails zwar erst sah, dann aber arbeitete es sich tot und ich konnte nur paar Sachen noch öffnen. Wenigstens konnte ich ihm einige Fotos per WhatsApp schicken und mein Schatzi hat für mich den Blog ein wenig gemacht. Und wahrscheinlich hab ich jetzt 2 Wochen kein Internet. Dann war auch schon wieder Abfahrt, so sah ich zwar die Mall als ich das Internetcafe suchte, aber bin sonst nirgendwo rein. Aber ich brauchte auch nix.
Dann fuhren wir zu Joes Restaurant. Soll ein etwas bekanntes Restaurant sein. War auch total nett u. urig und so viel auf deutsch geschrieben. Hatten viele typisch deutsche Gerichte wie Eisbein, Sauerkraut, Kassler usw. und überall Schilder mit deutschen Straßennamen. Irgendwie witzig u komisch. Es gab dort Buffet mit ziemlich gutem Essen. Aber für ca. 17 € doch relativ teuer, da ich nicht so viel aß. War trotzdem eine nette Erfahrung es wir führten auch sehr nette Gespräche miteinander.
Dann ging es weiter zu einem Shop. Der hauptsächlich Tiere ausstopft aber auch Souvenirs verkauft. Auch da ging es sehr deutsch zu. Viele deutsche Bücher, mehrere sprachen deutsch u.a. Aber ich hab nicht wirklich was gefunden und so kaufte ich bloß einen Aufkleber für ein evtl. Fotoalbum und ein Aufkleber fürs Auto.
Gegen 17:30 waren wir wieder zurück. Da auch das kitchen-staff frei hat, konnte man sich Sandwiches machen. Aber ich hatte immer noch kein Hunger und ließ es einfach. Wir spielten dann etwas Karten und unterhielten uns bis es dunkel war. Das erste Mal, daß ich in der letzen Gruppe, die ins Bett geht, war.
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Tag 27 - Projectwork, Animaltime & Lodge
Donnerstag, 14. Februar 2013
Um 18:30 fuhr ich dann mit einer größeren Gruppe zur Lodge, denn wir konnten dort ein schönes Valentinsbuffet (für 150 Rand) genießen und vor allem wußte ich, daß dort Wifi ist. Die Lodge ist total superschön und sie haben wirklich schön dekoriert und auch das Essen war sehr gut. Allerdings war ich mit vielen da, mit denen ich mich nicht besonders viel unterhalte und dann klappte es die ganze Zeit nicht mit dem Internet. Aber nach dem Essen schon und so verbrachte ich viel Zeit mit dem Internet und war froh, daß ich endlich mal den Blog senden konnte. Wir blieben bis ca. 23 Uhr, was für unsere Verhältnisse ja schon extrem spät ist.
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Tag 35 - Naukluft hiking Freitag, 22. Februar 2013 Unser letzten vollständigen Tag in Neuras genossen wir mit einer Wanderung durch den bekannten Naukluft Park. Um 7:15 Uhr trafen wir uns zum Frühstück, aber bis alle so fertig waren und während unserer Fahrt musste natürlich wieder ein Reifen gewechseln werden, begannen wir unsere Wanderung erst gegen 10 Uhr. Aber auch schon auf dem Weg sahen wir viele Kudus und auch Mountainzebras etwas weiter weg.
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Tag 36 - Rückfahrt nach Na'an ku se
Samstag, 23. Februar 2013
Am Vormittag konnten wir nicht viel machen, da wir die Zimmer schon früh verlassen mußten und nicht genug Zeit war, nochmal die Geparden zu tracken. So verbrachten wir die Zeit mit Karten spielen, etwas Internet und unsere Emailadressen austauschen. Gegen 13 Uhr wurden wir abgeholt und die Neuen gebracht.
Zwischendurch nahmen wir noch einen Arbeiter auf, der ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Er versuchte einen Kampf zwischen zwei Frauen zu schlichten und man stach ihm ein Messer durch die Hand.
Nach einer kurzen Pause im Supermarkt, kamen wir gegen 18 Uhr pünktlich zum Abendessen in N/a'an ku sê an. Ich zog wieder in mein Zelt ein. Während ich in Neuras war, wohnte eine andere hier, sie ist jetzt in Neuras. So habe ich weiterhin das Zelt für mich. Da das letzte Zelt zur Zeit gar nicht bewohnt ist, bin ich die, die am Weitesten weg ist und hab auch das Bad für mich alleine. So ist es schon etwas unheimlich im Dunkeln den Weg andauernd als erstes zu gehen und Nachts ist man hauptsächlich mit Spinnenweben aus dem Gesicht entfernen beschäftigt. Aber ist schon cool, so fühl ich mich richtig in der Natur.
So schön Neuras auch war, freute ich mich sehr darauf, die ganzen Tiere wieder zu sehen. Gleich kam Sheila zu mir und umarmte mich. Und Max ist tatsächlich in der einen Woche ganz schön gewachsen. Ich ging rum und begrüßte die Babypaviane, die Meerkatzen, die Gänse usw.
Insgesamt sind viel weniger Volunteere da und es sind genau die nettesten geblieben. So wird es sicherlich eine schöne letzte Woche.
Wir spielten noch bis relativ spät Karten. Im Bett hörte ich, wie auch sonst mehrfach am Abend, Meatball zu. Eines der Löwenmännchen. Ich hab mal die Geräusche aufgenommen. Weiß nicht, ob die Übertragung klappt.
Die Nacht war dann ziemlich kalt. In Neuras war oft im Zimmer um die 30 Grad nachts und jetzt ca 15 Grad.
Mit Hilfe der App My Vacation von meinem iPhone gesendet (www.myvacationapp.com)






































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